Outdoorgeschichten – Hängematte & Seelenpflege

April 18, 2019

Alsooo, ich war da mal wieder im Laden des Vertrauens…

Nach dem mehr oder weniger gut ( * ) gelaufenen Zahndoctermin, war Seelenpflege für den geneigten Herren angesagt. Kernfrage war, Daunenschlafsäcke zu Synthetikschlafsäcken und deren Feuchtigkeitsempfindlichkeit. Im wider netten Gespräch konnte die Frage für mich geklärt werden.

Und somit ist eine neuer Kanidat im Spiel, die #Schlafsack Sichtung hat ein Update erfahren. Es juckt ganz gewaltig…

„Leider“ ist dann doch noch ein Trangia Triangel mit abgefallen. Im Gegensatz zu meinem bisherigen Canway Holzvergaser ist jener eigentlich-natürlich nur mit Spiritus zu betreiben. Uneigentlich gibt es aber für jenes Teil auch noch eine Gaslösung ( nennt sich dann Trangia Gasbrenner und kostet auch satte 65 Euro, was aber erstmal außen vor steht ). Aber der Triangel ist eben super klein, smart um nicht zu sagen schon winzig im Packmaß. Und um sich unterwegs wo eine Café, ein Süppchen oder auch mal was kleines Größeres warm zu machen, wird das schon passen. Genau das hatte ich bei der letzten Testtour gemerkt.

Leider gab es aber keine schnelle Lösung ab Werk, um meinen Espressokocher auf den Triangel zu stellen. Und dieses Problem galt es nun zu beheben. Phantasie war gefragt.

Da ich eh noch einen Kasten Wasser kaufen mußte und ein Supermarkt um die Ecke lag, watschelte ich genau in diesen rein und spähte durch die Regale. Eine Abtropfkelle, aus vermeintlichen 2VA könnte passen. Hier also der Bauplan- u. Vorgang in Bildern.

Die Größe oder um genau zu sagen, der Durchmesser passte hervorragend. Einfach die Flex gegriffen und den Griff abgeflext und gut war. Ein wenig hab ich stehen lassen, aber auch nur genau soviel, das es in den Packbeutel passt. Wie dieses Hitzeschild jetzt zum Einsatz kommt, wird sich noch zeigen müsse ? Stellt man die Macchina auf die hole Seite, ist das deutlich stabiler. Stellt man es auf die gewölbte Seite, ist der Stand noch fast gut, aber eben nur fast. Dafür könnte die Hitzeeinwirkung von unten besser sein. Ach blöd, jetzt hab ich doch noch was vergessen weg zu flexen.

Ich werd mal sehen wie sich das verhält, denn ursprünglich wollte ich noch was von der Mitte an Material raus nehmen. So könnte die Hitze vom Brenner direkter auf die Macchina wirken. Ich denke ich werd das noch nachreichen.

* Nochmal zum Zahndoc: da ich eine ausgeprägten Würgereiz habe, sind so Zahnflicknummern im hintere Mundraum immer ein gewisses Leckerli. Und so geht man dann schon etwas vorgesetzt an so Nummern ran. Merkwürdigerweise war ich bei der ersten Sichtung nebst Hantieren um die Stelle herum gut mit dabei. Auch der Chef war erstaunt. Alles klappte gut, Zahnglätten, anätzen, alles bestens, Ihchabe nicht mal mit der Wimper gezuckt.

Ja und als es dann ans Finale ging, da wird der Zahn nochmal gründlich trocken gelegt und muß das bis zum Einlegen der dann eigentlich erfolgenden Keramikfüllung auch bleiben…, als ob einer den Hebel umgelegt hatte. Ätzend.
Naja, der Chef schwenkte dann doch auf die Kassenlösung um und die ist nun drin. Das dumme ist, scheiß auf die 50 Euro Zuzahlung für die Keramik, aber darauf ist quasi Lifetimegarantie. Bei der Kassenware sieht das leider anders aus. Ich finde so etwas immer ärgerlich, aber es gibt da für mich keine andere Lösung.

 

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Outdoorgeschichten – Hängematten-Testnacht 2. & Live-Test

April 18, 2019

Untertitel: Sternen-Nacht

Testnacht Nummer 2.: um dann doch noch schnell und ambitioniert die Idee der wärmereflektierenden Underblanket, zu deutsch Unterdecke, umzusetzen wurde in der Burg etwas Raum geschaffen. Vorher die Maße der Hängematte erkundet, anschließend entsprechend umgearbeitet.
Das war allerdings nicht so das Ding, denn im Grunde war sie nur 10cm zu breit. Hätte ich auch so lassen können, aber wenn man schon mal so dabei ist. Apropos schon so dabei, an den Kopf- bzw. Fußenden wurde noch je einen Kordel in einen abgeklebten Kanal gearbeitet, womit man dann zum einen das Underblanket zuziehen kann, zum anderen aber gleichzeitig daran aufhängen. Wie praktisch.

Auch praktisch war, die gedachte Lösung ein Underblanket mittels Klettestreifen an der Hängematte zu befestigen, konnte ich mir so sparen. Zieht man die Kordeln zu, legt sich alles um die Hängematte rum. Sieht auf dem Bild jetzt zwar nicht so aus, aber wenn man sich dann noch reinlegt, ist alles fein. Noch ein kleiner informativer Einschub…


praktisch & Underblanket: im Gegensatz zur einer Zeltlösung hat man bei einer Hängemattenübernachtung nicht das Problem auf einem nassen Boden zu liegen. Da aber eine Hängematte in der Luft hängt, kann und wird Wind unter der Hängematte herpfeifen, was wiederum die Sache unangenehm macht.

Zu diesem Problem gibt es bereits ein paar Lösungen. Eine der regulärsten ist, das sich ein Einschubfach an der Unterseite der Hängematte befindet, wo man dann eine Campingmatte einschieben kann. Diese Lösung halte ich gar nicht mal für so schlecht, da ich aber weder eine Hängematte mit diesem Fach besitze noch eine passende Campingmatte… . Wobei ich da auch noch eine kleine Unfeinheit sehe.
Denn reguläre Campingmatten sind ja eher schmal geschnitten. Die Wirkung dieses Luftthermopolsters wird von unten her gut sein, an den Seiten der Hängematte eher mäßig. Einzig von Therm-a-Rest gibt es etwas, was hängemattenspezifischer geschnitten ist.

Ich halte die Lösung mittels eines Underblanket oder eines Underquilt ( quasi ein oben offener Schlafsack oder dicke Decke um die Hängematte von unten herum ) wie eben das von Amazonas für pfiffiger. Bei mir steht ja jetzt Packmaß aufgrund der Verstaumöglichkeiten am Bike selbst, gut im Vordergrund. Und so habe ich dann eben erstmal diese meine minimalistische Lösung entschieden und ausprobiert.


Jetzt aber endlich zu der Nacht an sich. Plan A. war sich recht spät in die Federn zu begeben, damit ma(n)n auch wirklich müde ist. Die äußeren Bedingungen waren erstklassik. Deutlich wärmer als am Vortag, kaum Wind und trocken. So konnte ich den Test draußen auf der Terrasse stattfinden lassen.

Schnell noch das gebastelt Underblanket befestigt, was noch etwas an der Befestigung optimiert werden kann und dann den ersten Liegeversuch. Das mache ich an sich immer. Auch um einfach nur zu sehen, ob die Hängematte gut hängt, vor allem in der richtigen Höhe. Hier auf der Burg Terrasse muß ich das eigentlich nicht mehr ausprobieren, da die Abhängeseile nie verstellt werden, sondern einfach nur aus der Fitness-Garage entnommen werden und nach Gebrauch auch genauso dort wider reingehängt werden. Passte aber alles.

Das reinschlüpfen in den Schlafsack – ja das ist so Ding. Gut war, der fette Ajungilak hat ja den Einstieg auf meiner verkehrten Seite, links also. In der Fitness-Garage war das dann etwas mehr tricky, jetzt so draußen habe ich mich dann einfach andersrum mit dem Kopf in die Hängematte gelegt. Ich schaute also nicht auf die Buchenhecke-Straßen-Seite, sondern über die Fitness-Garage hinweg in den Himmel.

Und das war dann auch mal schön. In der Hängematte liegen in den Sternenhimmel schauen, den großen Waagen über sich und da war noch so ein heller Stern etwas weiter nördlich, einfach nur klasse.

Ich pflegte noch ein wenig die Onlinekonversation auf dem Radforum, bevor ich mich dann doch ganz einmummelte. Schlafsack zugezogen und wohl auch ein wenig weggenickt. Dann aber, auf auf, sich nochmal frisch machen.
Also wider raus aus dem Schlafsack, frisch machen und wider rein in die gute Stube. Das klappte mehr oder weniger, besser als im ersten Ansatz. Man gewinnt ja mit der Zeit so ein grobes Muster und mit dem ein gewisses Maß an Übung. Ideal ist das alles noch nicht. Der Vorteil das jener Schlafsack deutlich größer und somit passender ist, spielt auf jeden Fall positiv mir rein. Dumm ist nach wie vor, die Materialien von Schlafsack außen und Hängematte sind gut rutschig. Man, also ich, rutscht zunächst immer ein gutes Stück an´s Fußende, das Rückenteil vom Schlafsack liegt dann mehr im Po-Bereich und will so nach oben gezogen werden. Aber gut Ding braucht Weil und klappte dann ja.

Irgendwann nickte ich dann auch weg, wurde aber immer wider leicht wach. Für mich stellt sich jetzt die Frage warum ?

Nicht das ich mich die ganze Nacht damit beschäftig hätte und nein, es ist definitiv nicht das krumme liegen in der Hängematte selbst, in der man fast annähernd gerade liegen kann ( wie kann man sehen wenn sich den Begriff brasilianisches Liegen ergoogelt ).

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( weiter Bilder & Filmmaterial von der Testnacht, aber am erst am Morgen aufgenommen, sowie von der Frühstücks & Testtour, halt die Bilder unten im Beitrag, sind im <klick> Album )

Doch warum wurde ich im Verlauf der Nacht immer wieder wach ? Es hat viel mit dem Drumherum zu tun.

  • Denn zunächst mal ist es doch ungewohnt draußen zu schlafen. Ich bekomme so viel mit, ein Geräusch da, ein anderes dort. Für diesen Punkt habe ich mir so gedacht, das isteventuell trotz Ruhephase so eine urmenschliche Alarmfunktion. Alles was nicht normal klingt und Gefahr bedeuten könnte, lässt einen aufmerksam werden
  • Das andere was ich ausgemacht hatte, auch wenn ich stets bei geöffnetem Fenster schlafe, viele Geräusche die draußen normal sind, kommen so nicht durch ein geöffnetes Fenster. Ich bemerkte wie sich zum Beispiel die Fahrgeräusche von LKW´s auf der Autobahn an der Hauswand reflektierten. Jetzt muß man zum einen wissen, dass die BAB ein gutes Stück entfernt ist, das sind gute 2-3 Kilometer und zudem noch auf der anderen Seite vom Hause und somit von der reflektierenden Wand liegt. Ich mutmaße mal hier, das nicht unsere Wand, die im Schallschatten liegende die Geräusche reflektiert hat, sondern jene Wand am gegenüber liegenden Haus.

Und so ist das dann eben, draußen ist nicht immer leise oder dunkel. Insgesamt kam ich aber schon besser mit der Situation zu recht. Das in der Hängematte liegen ist wie in einer Art Cocoon liegen, man ist eingebettet, hat aber dennoch ein gutes Maß an Beweglichkeit. Natürlich schränkt das alles ein wenig ein, ist halt nicht wie im Bett, aber auch Seitenschläfer sollten, so meine bisherige Erfahrung, damit zurecht kommen. Denn zumindest leichtes seitliches Wegdrehen geht ganz gut.

Naja und so verbrachte ich, ja nicht ganz, aber fast die ganze Nacht. Denn um halb-drei wurde ich nochmal wach, frisch-machen war angesagt und so beschloss ich, den Rest der Nacht doch im heimischen Bett zu verbringen. Man muß ja auch nicht gleich alles über den Leisten brechen.

Vor allem mit den Äußeren Einflüssen, wie den Geräuschen, daran muß man sich, glaube ich, mehr gewöhnen als an die Schlafposition.

Am Tag dadrauf stand dann eine weitere Testfahrt an. Dabei wurde noch eine Location an der Lippe ausgemacht, quasi um die Ecke beim Schloss Oberwerries. Eine Birkenbaumgruppe direkt an der Lippe wo auch noch eine kleinen Feuerstelle war.

Outdoorgeschichten – Hängematten-Testnacht 1.

April 16, 2019

…beste Voraussetzungen für die erste Hängemattennacht. Hatte mir was gekocht, einen Teil davon gebraten, im Blog geschrieben und alles fertig gemacht. Das dauerte natürlich etwas, aber letztendlich war ich fertig und vor allem die Küche sah wider sauber aus.

Bin dann hoch zu meiner Kleiderkammer und habe noch überlegt was ich wohl anziehe, während ich so den fetten Schlafsack rausziehe. Ich hatte dann entschieden, daß ich erstmal nach draußen gehe und vor Ort, also in der Fitness-Garage schaue was an Kleidung nötig ist. Gewusst habe ich noch, das ich mit dem Schlafsack schon unter ähnlichen räumlichen Bedingungen im Winter bei Tiefschnee und guten Minusgraden gepennt habe. Also raus und festgestellt, daß es draußen immer recht milde 12c° waren und auch der die Tage blasende Ost-Wind nicht ganz die Präsenz hatte.

Also rein in die gute Stube und den Schlafsack in die Hängematte geworfen = erste Überraschung ! Jener hat den Reißverschluss auf der linken Seite. Ja dumm gelaufen, denn die Hängematte hängt diagonal in der Fitness-Garage und die linke Seite ist dann so einfach nicht zugänglich. Im Grunde müßte ich unter der Hängematte durch krabbeln.
Zum Glück konnte ich aber die Oberseite runter hängen lassen und so in den Schlafsack schlüpfen. Insgesamt klappte das besser als mit dem dünnen Schlafsack, wo ich ja schon die Vermutung hatte, das jener für mich eigentlich zu klein ist. Was sich dann ja so mehr oder weniger bestätigt.

Eine Lampe hatte ich mir in Griffnähe positioniert, genauso wie meine Trinkpulle. Ach ja, jetzt bitte keine Bilder im Kopf, in den Schlafsack bin ich nur in knapper Wäsche, war ja warm genug. Das Teil dann zugezogen und schon merkte ich, irgendwie war das anders als sonst. Nicht die Position im Schlafsack, sondern das ich scheinbar gar nicht müde war. Gut dachte ich, eventuell noch ein paar Gedanken passieren lassen, dann wird das schon. Aber nix war, ich wurde nicht richtig müde, auch wenn ich die Augen schloss, Gedanken hatte ich so gut wie keine. Und probierte ich ein wenig im Schlafsack rum, wie das so ist, welche Position, sodann welche Möglich ist, wie das mit dem Zuziehen des Reißverschlusses so ist. Im Grunde war ich zufrieden – nur leider nicht müde.

Nach einer halben Stunde bin ich für einen Augenschlag kurz weg gewesen, dann knackte es mal kurz. Aufgrund des Geräusches konnte ich klar sagen, das kam von der Konstruktion der Fitness-Garage und zwar aus der hinteren rechten Ecke, genau dort wo die Aufhängung angebracht ist. Natürlich war ich jetzt wider wach, aber es kam nix mehr. Und so schlummerte ich wider vor mich hin, aber einschlafen war nicht.

Ganz anders als sonst, nahm ich jedes Geräusch wahr, ob es nun ein Auto war was vorne auf der Straße fuhr, ein „Heizer“ war natürlich auch wider darunter, oder ob es ein Fußgänger war der was vor sich hinsang. Völlig untypisch für mich. Normalerweise leg ich mich hin, sacke weg und dann ist der ganz große Filmriss angesagt. Blöd nur, wenn man über den eigentlichen Punkt der Müdigkeit hinweg ist.

Nach etwas mehr als einer Stunde beschloss ich die Aktion erstmal zu beenden, kletterte aus dem Schlafsack raus und begab mich ins Haus. Dort wurde der alte Trick aus der gedanklichen Ecke gezerrt, eine heiße Milch gemacht und sich dann ins Bett gelegt. Auch dort brauchte ich noch eine Weile, was mich aber wider beruhigte, denn so hat es nicht an der Hängematte gelegen. Ich war einfach nur wider wach.

Outdoorgeschichten – Fred Feuerstein III

April 15, 2019

Ganz ehrlich, dieser ganze Stress… ! *lach* Ne´nach der erfolgreichen Anfahrt habe ich mich dann erstmal grob häuslich eingerichtet. Einen Espresso zum Frühstück wollte ich schon kochen, das ging gar nicht anders. War dann zwar der zweite am Tag, aber in den so eher frühen Stunden würde das passen.
Da die Anfahrt auch ein paar Körner gefressen hatte, hab ich aber fürs erste die schnelle Nummer mit dem Spirtitusbrenner bevorzugt. Das ging deutlich fixer und ich konnte nebenbei mein Brot machen und schon mal reinbeißen. Das Einrichten der Spirtusbrennerstelle ging locker von der Hand, schnell kam die Flamme und ich konnte die Macchina drauf stellen.

Den Holzvergaser wollte ich jetzt nich tin Betrieb nehmen. das würde zum einen länger dauern, Zeit die ich lieber für was anderes, wie zB. dem Radeln selbst nutzten könnte, aber auch das Abkühlen hätte zusätzliche Zeit gefressen.

 

( Restbilder samt Filmmaterial von der ganzen Tour <klick>)

Als ich dann aber die erste Stulle des frisch von mir und von Hand geschnittenen Brotes gegessen hatte, schaut eich auch mal auf die Uhr. Kaum neun Uhr durch, noch Zeit genug. Also den restlichen Espresso eingeschüttet und noch eine zweite Stulle gemacht. Da kam übrigens Seranoschinken, gestern von meiner Vom in die Hand gedrückt bekommen, drauf. Also nur Brot und Schinken. Ging gut und machte satt.

Nachdem ich das Frühstück beendet hatte, juckte es doch. Schon beim hochfahren der Anhöhe hatte ich reichlich Zunder- u. Brennmaterial erspäht. das lag das so einfach rum. Auch waren zwei oder drei Feuerstellen klar ersichtlich, eine davon recht direkt hinter den beiden Bänken. Also mal los, etwas Kram zusammen gesucht und sich für die Feuerstelle in Form einer kleinen Erdkuhle entschieden.

Den Zunder noch etwas zerkleinert, ein paar feinere Holzspäne geschnitzt, dann ein paar mehr kleine Äste etwas mehr als handgroß gebrochen sowie ein wenig dickeres Holz, zumeist Baumrinde gesammelt und zum Teil mit dem Opinel und einem langen Stock als Hammerersatz, gespalten. Gut, das mit dem Spalten und dem Opinel war zuletzt nicht mehr die beste Idee. Der Verschlussring löste sich, waren aber auch ein paar dickere beziehungsweise hart-zähe Rindenstücke.

In der Feuerkuhle hab ich dann ein wenig was vorbereitet, ein paar mal am Zündstahl gezogen und schon brannte der fast trockenen feinfaserige Baumrindenzunder. Mit dem komme ich übrigens besser klar, als mit der viel gelobten Birkenrinde. Aber die hatte ich ja eh nicht zur Hand.
An der einzigen Stelle wo ich hätte sie ernten können, ja der Gedanke war da, bin ich dann doch vorbei gefahren.

Jetzt galt es für mich das vorbereitete Brennmaterial sinnvoll und nicht zu schnell nach zu legen, denn sonst erstickt die Flamme ja gleich wider. Das klappte dann aber recht gut, ich brauchte zwar ein wenig bis ich den Dreh raus hatte, dann aber fing die Sache – im wörtlichen Sinne – Feuer ( im schon oben genannten Link <klick> gibt’s einen Film vom fertigen Feuer ).

Und weil das dann so gut lief habe dann doch noch etwas damit geübt. Nachdem ich dann aber alles fertig hatte, habe ich in Sichtweite der Feuerstelle schon mal langsam das CAADX gepackt und dann die Restglut mit Erde abgedeckt, alles fein und gründlich platt getreten und so die Feuerstelle gelöscht.

Somit würde ich zunächst mal sagen, das Thema Feuerstein ist auch mit vor Ort gesammeltem Brenngut als bestanden abgearbeitet. Gut, jetzt nicht bei Regen, aber dafür kam doch die eine oder andere Böe über den Boden gefegt. Und vor allem, alles komplett vor Ort gefunden & gesammelt.

Mein nächster Plan wird jetzt sein eine Nacht in der Hängematte pennen. Könnte schon heute Abend passieren, gestern hab ich mich dann doch dagegen entschieden. Nicht aus Angst, nein eher weil der Ersttest dann doch in meiner Fitness-Garage stattfinden wird. Der zur Zeit vorherrschende Nord-Ost-Wind bläst doch unangenehm durch die noch nicht bewachsene Buchenhecke. Und einen weiteren Windschutz hab ich noch nicht. Nur eine Idee dazu.

Irgendwann hatte ich schon mal bei einer Liegeaktion hier im Burggarten eine simple Rettnungsdecke um die Hängematte gemacht. Die reflektierte dabei nicht nur die Körperwärme, sondern hielt auch recht gut den Wind ab. Mein Plan war nun, so eine Rettungsdecke mit einem Schlafsack-Inlett zu kombinieren, sodaß sie im Einsatz nicht so lichtreflektierend im Wald hängt, aber wohl auch die Raschelneigung unterdrückt würde.

Dazu habe ich gestern eine Rettungsdecke an allen vier Seiten mit schalen Klebeband aus dem Baumarkt beidseitig angeklebt. Das wiederum aus dem Grund, weil jene sonst recht leicht einreißen kann.

Im Decathlon das online erspähte Schlafsack-Inlett am Samstag erworben, sollte als Grundlage dienen. Der Plan dann dieses Schlafsack-Inlett seitlich aufzutrennen und so eine superdünne aber eben brauchbare Decke zu bekommen, ging leider nicht ganz so auf.
Auftrennen ging, aber eben nur bis zum dem Teil wo man sonst mit dem Kopf rausschaut. Ab da ist dann auf der Rückseite ein Schlupfloch für ein Kopfkissen, womit dann für mich die nun vorhandene Decke an einer Seite ab der Mitte zu kurz ist. Und on top, aber genau dieser Mitte spaltet sich auch diese Decke. Na gut, 7,99 für etwas was nun vorläufig nicht mehr zu gebrauchen halt in den Sand gesetzt.

Aber was noch recht direkt daneben hin, war ein super kleines aufblasbares Kopfkissen. Für keine zwei Euro wurde das auch noch von der freundlichen Kassiererin über die Scannerkasse gezogen.

 

Outdoorgeschichten #Schlafsack Sichtung/ Update 20.04.2019

April 15, 2019

Update Nr. 3. weil ich beim Stöbern auf meinem Merkzettel doch noch einen potentiellen ( ? ) Kandidaten entdeckt habe.

Bei Bike24.de hab ich um Rückinfo zum Packmaß angefragt. Mal sehen was da so kommt ?


Update Nr. 2. weil ich am heutigen 18.04.2019 nochmal bei Unterwegs Hamm war. Die Frage die mich die Tage beschäftig, ob nun Daunenschlafsack oder Kunstfaser das Material des Vertrauens ist, sollte möglichst final geklärt werden.

Bei den bisherigen Kandidaten ergab sich eine Änderung, der Vaude ist eher nicht zu haben, dafür kam aber ein Mountain Equipment Modell hinzu, was genau vor meiner Nase hing. Damit erstmal die finale Auflistung, wo auch schon gut zu sehen ist, Daunen liegt quasi auf der Ladentheke.

Der Entschluss ist im Gespräch gefallen. Daunen ist natürlich feuchtigkeitsempfindlicher.

  • ein Auslüften nach einer Nacht normal
  • aber so empfindlich sind sie dann auch wider nicht. Im Grunde werden heute alle Daunen in irgendeiner Form gegen Feuchtigkeit behandelt. Zum Vorteil kommt aber auch, das in der Hängematte von unten frische Luft hindurchweht und so deutlich weniger Feuchtigkeit als in einem Zelt, Zeltboden oder eben Liegematte im Schlafsack verbleiben kann
  • das Packmaß und Wämrleistung gegenüber den Synthetikvarianten deutlich besser sind, brauche ich nicht zu erwähnen.
  • einziger Nachteil, sie sind hochpreisiger

Update Nr. 1. weil die beiden Modelle von Vaude dazu gekommen sind

Nachdem ich die Tage schon so eine herrliche List gemacht habe, ergab sich am ersten Urlaubstag ( 12.04. ) ein kleines mentales Zeitfenster mal wider bei Unterwegs Hamm rein zu schauen. Zunächst mal meine zwei vorläufigen Favoriten.

Kurze Vorgeschichte: natürlich sind das zunächst mal offensichtlich zwei sehr unterschiedliche Modelle. Der Yeti Tension Mummy 500 kommt als Daunenschlafsack daher, der Deuter Exopshere 0 ist ein Kunstfaserschlafsack. Das macht sich auch preislicher mehr als deutlich bemerkbar.

Für mich war mal angesagt zu schauen, was man dann da in der Hand hält. Und das mit klaren Bezug auf das Packmaß. Denn das ist, neben dem ja oft hervorgetanen Argument des Gewichtes am Fahrrad, für mich noch wesentlicher. Warum ist schnell erklärt.
Denn wie groß oder eher wie klein das Packmaß für einen Schlafsack ist, gibt mir dann wider Auskunft darüber, wie gut oder eben wie schlecht ich so einen Schlafsack transportieren kann und ob überhaupt ?

Und da der Deuter Exopshere 0 mir in Sachen Packmaß aufgefallen war, mußte ich das eben mal testen. Also meinen wider gefundenen wasserdichten Packsack mitgenommen und ab in den Echtladen. Wie immer freundlich empfangen, erörterte ich meinen Wunsch, dargereicht mit ein paar Backgroundinfos. Wurde alles aufgenommen und man hatte den Deuter Exopshere 0 ( und die zwei anderen Modelle von Deuter ) sogar im Laden hängen.

Der erste Griff ging aber zu einem leistungsstärkeren Model. Der wurde dann auf mein Bitten hin in den Packsack verstaut. Aber schon wie er so fast drin war erahnte ich, den in meinen Packsack stecken… ? Und so war’s dann auch. Der Ansatz klappte zwar noch, dann war aber finish.
Dann kam der Exopshere 0 dran. Da klappte das mit dem verstauen deutlich besser, was dann ein wenig mehr Begeisterung bei mir auslöste.


Reizvoll wird das Thema aber ab den Punkten, wo man weiß das Kunstfaserschlafsäcke gegen Feuchtigkeit einen gewissen Vorteil haben und zudem günstiger sind ( sieht man ja oben in der Auflistung ).

Der Vorteil einer Daunevariante derartiger Schlafgelegenheiten ist das Packmaß, Gewicht und in diesem Zusammenhang dann die Wärmeleistung. Kurz gefasst, kleineres Packmaß, geringeres Gewicht dafür aber hochpreisiger.

Stellt sich also dann die Frage, doch mehr Geld in die Hand nehmen und zu dem Yeti Tension Mummy 500 greifen und sich auch so ein wenig was gönnen, oder doch die einfachere Lösung nehmen ? Sacken lassen.

*kurze Pause und ein paar Tage später*

Das Thema lässt mir absolut keine Ruhe. Nach einer Rückfrage im Radforum/ Draußen ist mein Zuhause stellte ich also nochmal das Thema Feuchtigkeit/ Nässe Verhalten von Daunen zu Kunstfaser in den Raum. Im Grunde denke ich, ist jetzt nicht das Problem – bis jetzt.

Denn wenn ich dann wider bei dem ja auch mir bekannten Laden OutdoorFair reinschaue und mal so online stöbern, da ist dann auch wider so ein Daunenschlafsack von…

Gut, das ist jetzt nur ein Beispiel auch weil der Schlafsack nur bis 185cm geht, was für mich zu klein wäre, aber ich kann mir nicht denken, daß es nicht diesen oder einen anderen Schlafsack in passend gibt.

Tendenziell würde ich wohl zur Zeit eher zu einem Daunenmodell greifen, zunächst noch etwas außen vor die zu klärende Feuchtigkeitsfrage, weil dann doch das Packmaß im Trend mehr als besser ist. ( Blöd in dem Zusammenhang ist, nicht jede HP gibt alle Filterfunktionen gleichzeitig her, sonst könnte man nochmal alles durchwühlen. )
Ich denke nun an dem Punkt, könnte gut sein, daß ich auch nochmal im Echtladen von OutdoorFair vorbei schaue. war ja jetzt nicht soweit und schien mir auch sehr gut in Sachen Beratung. Vielleicht schreib ich sie per Email vorab nochmal an.

Das Thema lässt mir doch keine Ruhe…

Outdoorgeschichten – Test kleiner Baum…

April 11, 2019

…großer Baum, oder eine andere Befestigung, also auch jene, wie man sie oft in Wander- oder Aussichtshütten findet. Denn sowohl bei einer letzter Radtour aber auch schon davor war mir aufgefallen, das kann tricky werden. Also mußte mal ein Doppeltest her. Doch dieser Doppeltest sollte nicht nur ein Doppeltest sein, sondern um genau zu gehen sogar ein Dreifachtest.

Der Grundgedanke war, an der heutigen Location mal zu schauen wie das da so hängemattenmäßig ist ? Denn ich mag diese Stelle, so im Schutz der Kirche, abseits des Weges, hat doch was. Also bin ich da mal hingefahren. Und siehe da, ja kann man was machen.

Zunächst umgeschaut und dann bei ein paar Bäumen eine passende Stelle gefunden. Die auf dem Boden liegenden Äste bei Seite geräumt und dann auch den zweiten Testpunkt für gut befunden. Denn schon die Tage ist mir aufgefallen, daß das mit Baumgruppen bei besonders dünnen oder eben auch besonders dicken Bäumen schwierig werden kann. In diesem Falle hatte ich nur dünne Bäume. Der Trick ist aber ganz einfach, ein paar mal um den Baum gewickelt und gut ist.

( Mehr Bild und Film-Material <klick> mich> )

Das klappte ganz gut und so konnte ich ein Foto mit Hängematte im Wind schießen. Langes Testliegen war aber nicht, es bließ recht frisch aus Nord-Ost. War aber so auch nicht geplant. Ein Bild von der Wickelung hab ich hier auch online gestellt, sieht man ja.
Beim wegräumen der Äste habe ich natürlich wider etwas Müll aufgesammelt. Blöd war dann nur, ich mußte ihn mitnehmen. Zumindest kein schnödes Bier, sondern man hatte wohl ein Gläschen Wein gespielt.

Di eLocation selbst hat was. Dummerweise ist dort zwar sehr schön, halt sowieso schon abgelegen, dann noch etwas abseits einer nur spärlich frequentierten Route und dann diese kleine Kirche dort. Das winzige Wäldchen bot auch guten Schutz gegen Wind.
Weniger schön war, was mir aber erst hinterher aufgefallen ist, das man je nach Windrichtung schon die PKW auf der nahen ortsverbindenen Straße hört. Gut ist halt so.

Auf der Rückfahrt war der Müll dann recht sperrig, denn die 16l des Ortlieb Seat-Pack waren komplett ausgereizt. Die Rückfahrt wurde dann mehr durch die Gegend gedondelt und noch ein zwei „übliche Wegstrecken“ inspiziert ( Strava-Link ). Auf dem ersten liegt der dünne Baum immer noch quer und am Lippewehr Track wuchert es schon wieder recht heftig. Direkt an der westliche Zufahrt ist da so ein in Kopfhöhe Gestrüpp…

Den Test mit dem super fetten Baum habe ich nur angerissen. Dazu hatte ich mir aus´m Baumarkt Meterware Gurt geholt und damit den Baum umwickelt. Das klappte zwar ganz gut, doch dann war mir das an der Stelle zu zugig. Werd ich dann die Tage nochmal wo testen.
Und ein Hängematten-Hütten-Test werd ich auch noch machen.

Ja und somit war die letzte Radheimfahrt vom Job vor dem morgigen ersten Urlaubstag, ja ich sage ma´, ein Erfolg. Schön so durch die Natur zu radeln. Gibt so viele schönes zu sehen…

Outdoorgeschichten

April 10, 2019

…natürlich ist das Cocoon TravelSheet Themolite Performer am Dienstag hier eingetrudelt. Soll bei 340g und den Abmessungen von 220 x 85cm in einem Schlafsack bis zu 7c° zusätzliche Wärme bieten. Packmaß muß ich mal kurz messen. Sind dann 18 x 13cm, vielleicht lässt sich das noch etwas verkleinern.

Hab das Teil ma‘ am Abend ausgepackt und geschaut. Erster Eindruck: ja toll irgendwie ein dichter Netzstoff aber keine seitliche Einstiegsmöglichkeit. Hatte ich nicht wo was von einem Klettverschluss seitlich gelesen ? Egal, leicht wärmen, also so solo tut‘ s auf jeden Fall. In Kombi mit einem Schlafsack dann wohl um so mehr.

Tricky könnte aber der Einstieg werden. In der Hängematte schon so in den Schlafsack kommen, ist eine Übung für sich. Mit dem Cocoon TravelSheet dann… ?
Muß ich halt mal testen. Der schwierige Einstieg in den Schlafsack könnte aber auch an jenem selbst liegen. Habe da so den Verdacht, daß ich seit der Anschaffung, also damals vor 25 Jahren+ etwas an sportiv verteiltem Volumen zugenommen habe. Damals ewig und drei Zeiten 75kg schwer, heute gute 88.

Meine crasy Idee das Thermoteil als Underblanket für die Hängematte zu nehmen, wird aber wohl kaum was bringen. Durch den ganz feinen Netzstoff wird Wind zu sehr eine Angriffsmöglichkeit haben. Am Wochenende wird dann also mal in ein Megasportkaufhaus gefahren. Da meine ich hätte ich was Besseres für kleines Geld gesehen.

Und für nur so zum testen sollte das reichen. Klar ist, wenn ich wirklich in einer Hängematte pennen kann ( Testphase Ostern ), dann…

– wird auch ein komplettes Hängematten-Set gekauft. Also Hängematte mit Einschubfach, Tarp und Moskitonetz ( ganz vorne mit dabei, aufgrund von Preis-Leistung ist das Amazonas Moskito Traveler Thermo Set Gesamtpaket ca. 149 Euro

– Thema Schlafsack wird auch noch ma‘ aufgegriffen

– Thema Underquilt oder Underblanket wird sich zeigen, weil ich da erstmal was basteln werde, zusätzlich zum…

– Thema Thermomatte

Beide letztere Punkte aber etwas weniger spontan. Dann sollte aber auch gut sein. Ja, wollte ich noch ma‘ so für mich und aber auch andere schriftlich fixieren.

Outdoorgeschichten #grübel

April 1, 2019

Zwei Dinge beschäftigen mich. Das Thema Schlafsack wo ich mich mal gründlicher durch meinen Onlineshop ( weil bei ihm einfach die gute Chance besteht, daß ich die ausgesuchten Produkte hier im Dorf in Griffnähe habe ) der Wahl gestöbert habe. Die Auswahl schaut dann in etwas so aus:


Daunen aus dem Bergfreunde Shop als Zwischenspiel

  • Rab Neutrino 200 XL 200cm ca. 280 Euro ( Blow-Out )/ Komfort 5c°/ Limit 0c°/ Packmaß 16 x 25 cm

…und noch aus dem  Unterwegs Onlineshop ein paar Kunstfasermodelle


Soviel also zu dieser Liste. Auffallend ist, das die beiden Modelle von Yeti ( Mummy 300 und der Mummy 500 ) via Packmaß gut im Rennen stehen. Natürlich auch in den anderen Werten. Die Preise sind natürlich Daunenmäßig. Aber Qualität hat nun eben seinen Preis.

Da ich ja aber noch einen recht im Packmaß kleinen Kunstfaserschlafsack hier im Hause habe und die Feuchtigkeistvorteile von Kunstfaser technisch gesehen kaum von der Hand zu weisen sind, sind mir dann noch die drei Modelle aus dem Hause Deuter ins Auge gefallen.

Hier macht sich der Exopshere 0 recht gut und könnte in fast allen Belangen zum Zuge kommen. Gerade die Modelle jener Exosphere Reihe haben aber womöglich noch einen ganz anderen Vorteil. Die Beweglichkeit im Schlafsack selbst ! In der Prdouktdarstellung des Deuter Exopshere +2 wird genau jene Eigenschaft nochmal deutlich hervorgehoben.
Und da mir ja nach meinem Verdacht mein kleiner Ajungilak Kompakt Ultra Twin nicht nur eine knappe Nummer zu klein zu sein scheint, sondern dann auch recht knapp sitzt, lässt den Gedanken an eine zusätzliche Beweglichkeit nicht als falsch erscheinen.

Übrigens auch genau das war auch der Grund, warum ich die vorherige Liste der potentiellen Schlafsäcke nochmal durchforstet hatte um sicher zu stellen, daß eben kein 180cm Modell mit dabei ist. In die Auswahl kamen dann nur noch Modelle mit 200cm Körpergröße. Und ja, auch der Yeti Tension Mummy 500 ist außer in 190cm auch in 200cm zu haben. Ist wohl nur nicht im Onlineshop gelistet.

Thema Wärme-pimpen der Hängematte: …da kam mir der Gedanke, das man jene von außen eventuell mit jenem Inlay abhängen könnte, die man auch als Schlafsack Inlay verwendet. In Frage käme dann da das ja auch mir schon gezeigte Cocoon TravelSheet Themolite Performer ( ca. 50 Euro ). „Zur Not“ könnte das tapfere Schneiderlein mal eben noch eine simple Rettungsdecke von außen druff nähen.

Was nun ? Lottogewinn, sich zwei Tage bei Unterwegs Hamm einquartieren und die Ausrüstung zum testen kommen lassen, auswählen und kaufen…
…oder doch erstmal nur den Cocoon TravelSheet Themolite Performer käuflich erwerben ? Nachtrag dazu: hab’s auf einer recht bekannten Onlineplattform für etwas weniger Geld gefunden.

Ich denke ja, denn mit dem Teil mache ich so erstmal nix verkehrt. Selbst wenn das in Kombi mit dem Ajungilak Kompakt Ultra Twin nicht so klappt, insbesonderes der Einstieg in diese Paar dann wenn in der Hängematte genutzt wird, was ja schon tricky nur mit Schlafsack ist, kann man dieses TravelSheet immer noch als Außenhülle für die Hängematte nutzen. Oder so. Das wäre der logische Weg.

Die Gefahr ist aber eher die, das ich im Laden stehe, den meinigen frisch erworbenen Tight Bag rein „zufällig“ mit dabei habe und die dann noch den Exopshere 0 zur Hand haben, diese Kombi dann genau in die neue ebenfalls meinige Zefal-Lenkertaschen-Ortlieb Packsack Kombi passt, dann könnte das recht emotional werden. Scheiß Gesichte…

*grins*

Outdoorgeschichte – Fred Feuerstein II

März 28, 2019

Und wieder ein paar Schritte weiter, halt auch wegen Ablenkung. Nach den ersten echten outdoor Gehversuchen mit eher mindern Erfolg, hab ich mich heute im Rahmen einer weiteren Waldrund nochmal dem Thema Feuerwachen gewidmet.

Die Stelle wo es ja Birkenzeugs gibt, liegt ja recht nah bei meine Waldeingang. Also fix die zweit Meter ab an die Stelle, Birkenrinde und ein wenig Birkenastzeug von umgestürzten Bäumen abgezwackt und dann weiter meine Runde gedreht. Auf dem Weg habe ich dann noch ein wenig feinfaserige Rinde gefunden und eingesteckt.

Nach dem überqueren eine Feldes, was zur Erntezeit nicht möglich ist, halt entlang eines kleinen Baches, stand ich dann wider am östlichen Waldeingang. Dort hatte man im Rahmen von Entwässerungsarbeiten ein wenig mehr Kleinholz gemacht und so bot sich mir dort ein guter Aktionsraum.
Ich also etwas weiter ab vom Trampelpfad in das geschlagene Holz rein, mir einen Baumstumpf gesucht wo ich drauf hocken konnte, aber auch gleichzeitig eine geeignete Fläche hatte. Dort hab ich mich wider etwas eingerichtet und noch ein paar Vorbereitungen getroffen. Am mitgebrachten Birkenholz etwas Kleinholz produziert, dann ein paar dickere Späne, ein paar dünnere Späne und an der Birkenrinde dann noch ein paar feine Schabarbeiten gemacht. At last die Feuerstelle möglichst sinnvoll aufgebaut und dann go !

Das es tatsächlich gefunkt hat, kann man in jenem Video <klick> sehen. Ich war recht baff, daß es auch diesmal wider recht fix ging. Drei, vier Züge über den Feuerstahl und schon sprangen die Funken auf die Birkenrinde um nebst der folgenden Entzündung. Besser als letztes mal klappte dann auch, daß ich Döspaddel nicht den brennenden Zunder zu Boden hantierte.

Was jetzt nicht ganz klappte, aber auch nur als erster Versuch gelten sollte, ein Feuer weiter zu führen. Die feinen Späne oder dünneren Holzspalte die ich gemacht hatte, waren dazu wohl nicht ausreichend fein. Zumindest denke ich das so. Denn bis zum Zeitpunkt X hat ja alles geklappt.
Nachdem die erste Flamme sich dann doch in Rauch auflöste, hab ich nochmal einen zweiten Versuch gestartet. Aber wie das eben so ist…
…nächstes mal.

Das Fiskars K40 Universalmesser aus´m Baumarkt liegt zwar besser zur Hand, ist aber dann doch ein echter Brummer finde ich. Anders gesagt, zu groß oder zu lang, vom Packmaß braucht man mal nicht zu reden. Auch was die Klingenqualität/ Schärfe oder noch besser Dauerschärfe anbelangt glaube ich nicht, das es an die Standzeiten ( die Zeit wo ein Werkzeug scharf bleibt ) von einem Opinel heran kommt. Ich hatte heute ja nur ein paar kleinere Äste gespalten und dann noch ein bisschen feinen Späne geschnitten. Mir war so, daß schon da die Schärfe nicht mehr ganz so war.
Das ist jetzt aber auch kein Beinbruch, dieses Fiskars ist halt „nur“ ein Garten Messer und auch noch eines für „nur“ knapp über zehn Euro. Ich denke da wird es dann doch nur ein größeres Opinel werden.

Was sonst noch ? Nachdem ich ja die Tage schon rausgefunden hatte was ich für einen einfachen Schlafsack habe, einen Ajungilak Kompakt Ultra Twin, hab ich mal meine neugierigen Glubschen in die Kleiderkammer gesteckt. Dort habe ich ja ebenfalls die Tage „klar Schiff gemacht“ und konnte so nun nachschauen, was das wohl für ein fetter Schlafsack wäre. Da jener neuer ist, müßte das Label doch besser zu ab zu lesen sein. Und siehe da…

…das Megateil ist ein Ajungilak Kompakt Shelter 195 L. Sehr begeistert hat mich das die Komforttemperatur bis -8c° geht, was ich aus meiner Erfahrung heraus auch bestätigen kann. Schade hingegen ist, daß der Brummer wirklich eine riesen Wäschetrommel ist und zwar verstaut und schon komprimiert.

Ich weiß nicht, aber ich hatte das die Tage ja schon mal erwähnt, reizvoll wäre es jetzt also den kleinen Ajungilak Kompakt Ultra Twin in einen entsprechenden Pack & Kompressionsack zu bekommen. Die Wärmeleistung könnte man entweder durch ein Inlay pimpen ( oder durch andere sinnige Maßnahmen ). Ich glaub ich fahre da mal nachher schauen…

*viele Stunden später*

Tata !!! Es ist dann ein Tatonka Tight Bag S geworden. Das Teil ist so genial das es das Packmaß des Ajungilak Kompakt Ultra Twin auf schon fast sagenhafte ca. 23cm zusammenpresst. Und zusammenpressen im wörtlichen sinne. Denn regulär misst der normale Stausack mit dem Schlafsack noch stolze 31cm.

Und so hab ich dann heute am frühen Abend nochmal in die Trickkiste gegriffen. Neulich hatte ich schon den ersten Ortlieb Packsack mit Ventil in einer Ecke gefunden. Beim ersten Versuch passte jener aber leider nicht in den Lenkerhalter der Zéfal  Lenkertasche. Da ich jetzt aber ausprobiert hatte, daß im Prinzip das komplette Übernachtungsset in jenen Packsack zu verstauen ist, wurde das ganze Gebamsel nochmal in den Zéfal  Lenkerhalter verfrachtet. Et volia !
Damit war der Tatonka Tight Bag sehr gut investiertes Geld.

Die Gesichte des Erwerbs wär locker nochmal eine Geschichte für sich selbst. Aber ich kann ja nicht alles tippen. Aber noch ein Folgegedanke zu dieser heutigen Aktion. Mit diesem Kauf kann ich nun eigentlich meinen einfachen Schlafsack für eine Übernachtung nützen. Eigentlich, uneigentlich weiß ich nicht bis wo die Komfortgrenze geht, was die Temperatur angeht. Geschätzt würd eich mal behaupten grob was mit 10c°, aber ohne Wind und ohne große Luftfeuchte.

Stehen wir, die beiden netten Damen die mich beraten haben und meiner-einer, also so im Laden sehe ich das sie auch Inliner für Schlafsäcke haben. Inline oder Inlays sind für Schlafsäcke gut wegen der Hygiene aber auch zum pimpen der Temperaturgrenze. Kurz gesagt, mit so einem Inliner könnte ich mehr Wärme im Schlafsack haben. Natürlich hatte die wortführende Fachberaterin auch ein Model passend zur Hand. Ein…

Cocoon TravelSheet Theomolite Performer/ ca. 50 Euro

Der soll bis zu 7c° mehr Wärme sichern. Die Idee nun meinen schon vorhanden Schlafsack mit so einer geringen Investition, im Gegensatz zu einem neuen Daunenschlafsack noch nach vorne zu bringen, hat schon was. Nett ist auch, das dieses kleine Goodie auch kein großes Packmaß ein nimmt. Auf der anderen Seite…

…hab ich gerade nochmal in der Hängematte gelegen. Das liegen ansich ist ja kein Ding, aber das in den Schlafsack schlüpfen und sich dann noch darin eventuell zu bewegen. Das ist schon eine gute Fingerübung. Ich mutmaße mal jetzt, das der Ajungilak Kompakt Ultra Twin mit seiner Nutzergröße von L für 190cm schon arg knapp sein könnte.

Weiterführend könnte also doch noch ein anderer Schlafsack sinnvoll sein ? Daunen oder dann doch eventuell kein Daunen ? Fragen über Fragen…

Aber macht doch Spaß darüber nach zu denken.

Outdoorgeschichte – Fred Feuerstein I

März 26, 2019

Nach der Adventure Tour ist vor der Tour. So oder so ähnlich könnte man diese Story betiteln. Kordel oder entsprechende Rinde hin oder her, irgendwo muß man ja mal ansetzten diese verdammte Birkenrinde an zu bekommen. Zunächst mal wurde der Holzvergaser aufgeräumt. Zundermaterial sauber untergebracht und unnützer Kram raus.
Dann wurde ein gute Stück Birkenrinde genommen und nochmal probiert.

Dafür die Oberseite ganz fein mi dem Opinel angerauht und so feinste Holzspäne direkt an der Rinde belassen. Dann den Zündstahl direkt auf die Rind gelegt, zweimal am Stahl geschabt und schon stand die Rinde unter Feuer !

Tata !!! Ich war zufrieden. Damit das ganze jetzt nicht bei so trockenen Gehversuchen bleibt, dachte ich mir kann man ja mal testen im Rahmen einer Waldrunde.
Leider hatte ich wider diversen Unrat einiger Dreckspatzen auf dieser Runde aufgesammelt. Quasi für jeden Mülleimer hatte ich was „zur Hand“. Zur Hand vor allem hatte ich recht lange eine olle Bierdose und noch etwas Kleinkram. Den hatte ich aufgepickt in der festen Meinung, daß an der nächsten Bank ein Mülli sein sollte. War aber nicht, blöd gelaufen. So hab ich den Kram bis zum Outdoor-Testgelände mitgeschleppt. Gut das an der ersten Bank mit Mülleimer, das Birkenholz zu hauf rumlag.

Man nimmt ja nur Holz von Totholz, nicht von noch intakten Bäumen. Die Rinde für meine Versuche hab ich von der Unterseite eines umliegenden Baumes geschält. Von der Unterseite weil dort auch Regenwasser schlecht ran kommt. Hab mir dann ein paar Stück abgezweigt und in meine Hüfttasche gepackt.

Der Rücken machte sich bei der ganzen Lauferei gar nicht bemerkbar. Ganz im Gegenteil, es lockerte sich nach und nach, das gehen tat somit gut. Klar regt ja auch die Durchblutung an, aktivier Muskelgewebe und somit die gesamte Stützfunktion. Das Wetter spielte auch bestens mit. Bis auf zwei kleinere Nieselschauer war da nix.

Am finale Outdoor-Testgelände wurde ein letztes mal aufgeräumt. Eine zerdepperte Wodkapulle und ein wenig Plastikmüll verfrachtete ich in den dortigen Mülleimer. Dieser kleine Plastikmüll wird aber wohl oft auch einfach verloren. Wenn man ein Bonbon isst und die Folie eigentlich in die Tasche stecken will, geht das wohl unmerklich daneben und fliegt dann weg. Ist zwar blöd, ich denke aber schon, daß das in sehr vielen Fällen so ist.

Für den Finanltest hab ich mir erstmal einen liegenden Baumstamm gesucht. Dort mein Sitzkissen drauf und vor mir ein anderen Stamm als Aktionsraum. Ganz blöd war, ich hab mir tatsächlich mit dem Opinel Daumenkuppe am natürlich rechten Daumen abgeflacht. Ich kann man mich eigentlich nicht daran erinnern, daß ich mich irgendwann an einem Messer oder scharfen Werkzeug geschnitten hatte. Das hat ganz schön geblutet. Aber wie das eben so ist, rumjammern hilft nix, schnell aus dem mitgeführten Tuch mit dem Messer einen Streifen ausgearbeitet und damit den Daumen verbunden. Improvisation war halt angesagt. Funktionierte auch, nur das Knotenbinden war etwas tricky.

Das mit dem feinen runterschaben der Birkenrinde hat nicht so geklappt wie in der Fitness-Garage. War ja klar, irgendwas ist immer. Natürlich war die Rinde auch feucht und mit dem dann doch lädierten Daumen war das Handling nochmal ungünstiger.
Durch diese kleineren Unfeinheiten brauchte ich auch etliche Ansätze. Geschafft habe ich tatsächlich nur eine kleiner kurze Flamme, die ich dann auch noch ungeschickter Weise irgendwie zu Boden hab fallen lassen. War einfach zu überrascht, daß es dann doch geklappt hatte. Damit war die große Chance für ein weiterführen der Flamme zunichte gemacht. Ich hab noch eine Weile probiert, sogar unter erschwerten Bedingungen, also mit leichtem Regen, aber weiter bis auf ein wenig Glut hat es nicht funktioniert.

Gut, man muß auch mal wissen wann gut ist und so habe ich nach dieser kleiner-größeren Testpause wider alles zusammen gepackt und mich auf den Rückweg begeben. Der Daumen siffte so langsam durch, hielt aber noch bis zur Burg. Doch mal ein Minipack Verbandzeug mitnehmen ? Noch schnell vor der Dusche ein frisches Pflaster drauf, geduscht und nochmal neu verbunden. Ist ne´ ganz schöne Klinke im Daumen.