Ich werde alt #5

November 11, 2018

Seit dem letzten Rückenausfall, was ich ja schon bemerkt und auch mal so geschrieben hatte, ist alles mühseliger geworden. Die Muskulatur arbeitet nicht mehr so wie sie soll und das leider in den Problemzonen. Radfahren macht zwar noch Spaß, aber ich erwische mich dabei, wie ich vermeide auf den Tacho zu schauen. Ich bin schlichtweg langsamer und das nicht nur so ein paar kleine Zahlen.
Beispiel: kleinste Erhebungen in der Landschaft fressen an meinem Saft als wolle ich steilste Rampen erklimmen oder selbst bei Windstille hab ich den Eindruck bei Gegenwind zu fahren. Ganz unschön, ehrlich.

Jetzt habe ich ja bei den letzten Physioterminen, auch auf Nachfrage hin, noch ein paar hoffentlich gut wirksame Übungen gezeigt bekommen. Eigens dafür hab ich mir noch Tennisbälle ( wo ich aber nur einen brauche ) und so kurze Gummibänder ins Haus geholt. Alles halt für die Übungen.
Heute hab ich da dann auch erstmalig alleine übungstechnisch ansetzten können, fühle mich jetzt auch aktuell besser und werde aufgrund dessen wohl auch eine ruhigere Nacht haben. Prinzip Hoffnung ist jetzt, daß das nochmal alles mehr in die Gänge kommt und ich so nach hinten raus Luft habe. Luft nach hinten raus, halt um mir doch nicht schnell ein neues Hüftbauteil einsetzten lassen zu müssen.

Denn die fehlende Laufmobilität schwächt ja wider die Muskulatur. Ich trampel also seit einer langen Zeit irgendwie auf der Stelle und besser wird es dabei nicht. Wenn das jetzt aber nix wird, dann werd ich wohl in den sauren Apfel beißen müssen. Dann ist aber für mich auch der Winterpokal erstmal zu ende.

 

Advertisements

Bergans Letto Dermizax Funktionsjacke

Oktober 25, 2018

Produkt & Preis: eine Begans Letto Dermizax Jacke ( XXL ) durch einen Tip aus dem Radforum.de zum Schnapperpreis von 139,95 € wurde bei Unterwegs.biz im Januar 2018 zu meinem Eigentum. Natürlich kam die Jacke dann auch ab da direkt zum Einsatz.

erworben am/ Test- bzw. Einsatzzeitraum: erste Testphase waren im Januar 2018 ab der 2KW bis zum tippen des Testberichtes aktuell am 25.10.2018.

Positive Eigenschaften: wasserdichte und atmungsaktive Funktionsjacke ( wenn auch keine ausgesprochene Bikejacke ). Großzügige Reißverschlussunterarmbelüftung, Frontreißverschluss, alle in der wasserdichten Ausführung und zusätzlich noch zwei Reißverschlussfronttaschen oberhalb der Hüfte. Kapuze versteht sich von selbst. Selbstarritierende Kordelzüge für Jackenabschluss im Hüftbereich sowie Kapuze. Einhandklettverschlüsse an den Handgelenkbündchen.

Ganz großer Vorteil – die Jacke muß im Gegensatz zu Goretex/ etc. nicht mit Spezialwaschmittel gereinigt werden und das Material bedarf auch keinerlei Nachimprägnierung. Stinknormales Sportwaschmittel reicht komplett aus.

Negative Eigenschaften: bisher habe ich nichts feststellen können.

Handhabung: kaufen, anziehen und damit trocken in der Natur und Alltag unterwegs sein. Und dies dauerhaft.

Verabreitung: die Jacke macht nicht nur einen hochwertigen Eindruck, sie wird dem Qualitätsanspruch von Bergans auch gerecht. Durch meine bisherige Nutzung sind keine negativen Punkte aufgefallen.

Service des Herstellers: den Service des Herstellers habe ich nicht in Anspruch genommen.

Daten & Infos zum Material:

  • Material: 3-Lagen Dermizax™, 100 % Polyester
  • Wasserdichtigkeit (Wassersäule): mindestens 20.000 mm
  • Wasserdampfdurchlass (MVTR): mindestens 16.000 g/m²/24h
  • wind- und wasserdicht, atmungsaktiv
  • leicht und gut zu verpacken bei geringem Volumen
  • einstellbare, aufrollbare Kapuze mit Drahtversteifung am Schild
  • Unterarmreißverschlüsse für individuelle, optimale Belüftung
  • vorgeformte Ellbogen für optimale Bewegungsfreiheit
  • Ärmelbündchen mit Klettlaschen zu justieren
  • wasserabweisender 2-Wege Frontreißverschluss
  • 2 Fronttaschen mit Reißverschluss und Meshfutter
  • elastischer Schnürzug im Saum
  • verlängerte Rückenpartie
  • reflektierendes Logo
  • Gewicht: 460 g (Größe L)

3-Lagen Dermizax™
Die Dermizax™ Membran ist ein hydrophiles Material, das sich bewegende Moleküle anstelle von Microporen nutzt. Die Polymer-Moleküle bewegen sich bei hohen Temperaturen und hoher Bewegungsintensität schneller, so dass Feuchtigkeit schneller abtransportiert wird. Bei kalten Temperaturen bewegen sich die Moleküle langsamer, so wird einer Auskühlung vorgebeugt. 3-Lagen Dermizax™ besteht aus drei zusammen laminierten Materiallagen: einem wasserabweisenden Microfaser-Material außen, der feuchtigkeitstransportierenden Dermizax™ Membran in der Mitte und einem Netzfutter innen, das die Membran schützt. Die Membran ist sehr flexibel: sie kann in vier Richtungen bis auf ihre doppelte Länge gedehnt werden. Dies sorgt dafür, dass Kleidung aus Dermizax™ die Bewegungen des Körpers mitmacht und extremen Situationen standhält. 3-Lagen Dermizax™ hat eine Wassersäule von mehr als 20.000 mm, die Atmungsaktivität beläuft sich auf mindestens 16.000 g/m²/24h.

Ganz kurzer eigener Bericht: ich muß ja sagen, beim Radfahren hab ich schon die eine oder andere Jacke durch. Nach den ersten Gehversuchen noch mit einer Nicht-Gorejacke zu kleinerem Anschaffungspreis, aber eher mäßigem Ergebnis was Wasserdichtgkeit in Kombination mit der Atmungsaktivität anbelangte, wurde doch gut in´s Futter gegriffen.

Für meine erste Löffler GTX AS Vario habe ich gute 270 Euro auf den Tisch gelegt. Kurz darauf wurde mir noch eine GORE-Tex Oxygen Jacke für eine schon fast unverschämt aber ebenso verlockenden Hammerpreis feil-geboten, wo man nicht nein sagen konnte.
Jetzt muß ich aber leider sagen, so gut beide Jacken auch wirklich meinen harten Bikeralltag mit Fahrten unter allen erdenklichen und nicht erdenklichen Umständen, oder sollte man besser sagen Widrigkeiten ?, stand gehalten haben, trotz regelmäßiger Pflege nach Handbuch und zu guter letzt noch Rücksprache mit den Fachleuten seitens der Hersteller, irgendwann knickt schlichtweg die Leistungsfähigkeit der Jacken massivste ein.

Kurz gesagt, sie wurden undicht ! Kein schönes Gefühl nach nur knapp einer Stunde eher mäßiger Regenfahrt feststellen zu müssen, daß das Geld irgendwie versumpft ist.

Zu meinem tiefsten Bedauern konnte aber auch kein Fehler in der Kette, trotz der schon erwähnten Rücksprache seitens der Hersteller, gefunden werden. Ganz blöd wie ich finde. Kurz um…

…Ersatz mußte her, denn Regenfahrten den Winter über sind nun mal teilweise Tagesgeschäft. Nach vielen Stöbern im Net bin ich auf das ( vermeintliche ) Wundermaterial Dermizax gestoßen. Nach einigen weiteren vielen I-Net-Berichten und Videos von Tests galt es nun, eine brauchbare Jacke zu finden. Hier bot das ebenfalls schon oben erwähnte Radforum wiedermal eine gute Quelle. Zu guter letzt auch was den Erwerb anging.

Ich bin da mal wagemutig gewesen und habe mir vorsichtshalber eine Jacke in XXL ins Haus geholt. Eigentlich zu groß, weil sehr voluminös, aber so auch gut lang und die Kapuze geht noch über den Helm. Kein musst-have, aber nett wenn man es dann mal hat. Das Motto könnte da lauten: sitzt, passt, wackelt und hat eben einen guten Tacken mehr Luft.

Das Material fühl sich sehr angenehm an, nicht ganz so plastikhaft wie man das von einigen gerade superleichten Gore-Materialen kennt. Es knittert zwar ein wenig, aber mein Gott, wen stört´s ? Die wasserdichten Reißverschlüsse laufen etwas zäh. Da ist aber bei wasserdichten eben so. Stören tut es nur bei den Unteranrmlüftungen.
Geöffnet bekommt man sie, mit etwas Geschick, sogar während der Fahrt. Zuziehen, mal eben so ? Eher nicht, oder ich habe den Trick noch nicht raus. Im bisherigen Fall, wurde die Jacke kurz ausgezogen. Ungünstig aber machbar.

Ob die Jacke noch in XL zum Radfahren passen würde ? Da könnte ich mir mal vorstellen, bei einem entsprechenden Finanzsüberschuss das auszuprobieren. Wird aber wohl kaum bis nie eintreffen. Mich stört der super legere Schnitt keinesfalls. Ich fühle mich wohl darin, lässt es so auch Platz genug für Kleidung darunter. ( Wobei ich sagen muß, die GORE-Tex Oxygen Jacke hat für mich immer noch die beste Passform. ) Das ich hier aerodynamische Nachteile erleide, kann ich bei meinem Tempo verknusen.

Womit ich dann schon zu den Grundfunktionen kommen möchte. Die Atmungsaktivät ist top und mit meinen bisherigen Gorematerailen absolut vergleichbar. Auch was die Wasserdichtigkeit anbelangt, bisher keinerlei Ausfälle. Am 22.10. und am 23.10.2018 je über mindesten eine Stunde intensive Regenfahrten. Wobei ich die Bergans Letto in diesem Jahr schon zweimal absichtlich gewaschen habe. Ich hoffe nun das bleibt auch mal lange so.

Hellgrün ist auch eine schöne Farbe…

IMG_20180312_182241582.jpg

Natürlich habe die Jacke auch wider reflexmäßig pimpen müssen. Dafür ist mir mein Arsch zu lieb. Diesmal aber nur Klebereflexstreifen, der Einfachheit halber.

Kaufempfehlung/ Preis Leistungsverhältniss: ich gebe der Jacke viereinhalb von fünf möglichen Sternen da die Reißverschlüsse der Unterarmbelüftung schnurr spärlich schließen lassen ohne die Jacke auszuziehen.

Great-Gravel 2. Etappe 64km

September 8, 2018

Tourchrakter:

Kurzform: der zweite Teil des Great-Gravel, gestartet ab Lünen Preußenhafen, am Channel runter, dann quer rüber über Cappennberg und ab dort weiter bis Nordkirchen, „Hirschwald“, Naturschutzgebiet Ichterloh, Herbern und dann noch zum Fast-Abschluss an der Geinegge-Quell und deren Verlauf entlang bis zum Endziel.

Ab dem ersten Pausenstop am Preußenhafen zu Lünen geht es am Channel entlang. Die Kanalstrecken bieten zwar wenig fahrtechnische Ansprüche sind aber gut zum einrollen. Am Kraftwerk macht man sich dann rüber rollt durch Lippolthausen undn Alstedde hindurch um dann den Einstieg unterhalb von Cappenberg anzugehen.

Am Kriegerdenkmal nochmal Luft geholt und dann straff links ab auf immer grober werdende Wegstrecke mit diversen Leckerie. Dazu kommt es geht nahezu ständig bergan. Ich finde diese ansteigende Strecke aber besonders schön, da sie die Waldlanschaft doch zu einem Erlebniss werden lässt. Aber Erlebnisse wird´s auf dieser Etappe noch mehr geben.

Oben im Örtchen Cappenberg angekommen hab ich jenes bis jetzt recht fix auf den gegeben Strecken durchrollt. Soll heißen, Auschau nach Bäckerrei oder ähnlichem hab ich dort noch nie gehalten. Wozu auch, wenn die Vorfreude auf das Kohuesholz sich einem aufdrängt. ( Natürlich könnte man hier noch den einen oder anderen Weg mitnehmen, aber wenn man erstmal die Schlaglochübersähte Piste hinter sich hat, dann sollte das erstmal gut sein. )

Bis nach Nordkirchen hoch beruhigt sich aber der Streckenzustand deutlich. Wobei es aber gerade im ersten weiteren Abschnitt nicht ganz so Waldautobahnmäßig ist.

Hat man die viel befahrene Landstraße erreicht, an der es auch für auch auf dem Radweg entlang geht, den Stress tue ich mir nicht an, geht´s dann aber nett rechts rein und man hat ein paar gute Meters ruhiger Landstraße vor sich. Die Schlossanlage Nordkirchen samt Schloss ist für denjenigen interessant, der es noch nie gesehen hat. Bei schön Wetter ist hier aber verständlicherweise viel Fußvolk präsent. Extrem vorsichtiges Fahren, wohl eher rollen, versteht sich. Planungstechnisch lass ich es aber eher außen vor. Denn…

…der Hirschwald wartet. Jenen kann man über verschiedene Strecken durchfahren, nett sind sie alle. Am Anfang des Hirschwaldes warte noch eine nette Hütte auf eine kurze Verschnaufpause.

Quasi am Einstieg zum Naturschutzgebiet Ichterloh geht es fröhlich weiter. ( Ein paar weitere Eindrücke samt Beschreibungen kann ich auf meinem Tausendkilometer Blog-Bericht <klick> samt Bilder weiter reichen. )

Man kommt an der 1.000jährigen Eiche vorbei, wo man ebenfalls bestens verweilen kann und die hügelige Landschaft in sich aufsaugen wird. Für den Rest der Routenführung geht es dann noch bis nach Herbern rein, wo ich dann zumeist noch was im Mel´s Café zu mir nehmen. Kann ich nur empfehlen.

Ab dort geht es dann ortsausgangmäßig wieder über eher kleine Landstraßen, wobei jene aus Herbern raus zum teil etwas mehr befahren wird. Ein guter Grund an der Bushaltestelle reiß aus zu nehmen und sich wider dem eigentlichen Geschehen zu widmen. Dabei habe ich erst kürzlich einen schmalen Trampelpfad zur Geinegge-Quelle entdeckt und gleich mal hier in den Bauplan mit eingepflegt.

An dessen Ende wird der Rest der Streckenführung über dievers mir sehr gut bekannte Strecken, immer wider mal mit Leckerklei für die Grobstollenfraktion untermalt, bevorzugt.

Weite Teile diese letzten Etappe des Great-Gravel habe ich in folgenden Beiträgen auf meinem Hauptburg schon beschrieben sowie mit Fotos bestück.

Great-Gravel 1. Etappe 42km

September 8, 2018

Tourchrakter:

Eine Zusamenstellung von den the-best-of mit etlichen Waldwegen, Grobstrecken aber auch schönen Radstrecken. Erste Etappe bis zum Preußenhafen in Lünen.

Als geeignete Fortbewegungsmittel dürften sich Grobstolleneifen-Bikes am besten bewähren, also HT, CX oder ähnliches. Kleine Bergänge werden erst in zweiten Etappe sinnvoll sein.

Natürlich kann man diese Strecke auch anders rum fahren. Aber für mein Empfinden hat sie so ein paar schöne Abschnitte, wo es gut vorwärts geht. Auch sind die ersten Kilometer zum einrollen durch ein paar Wald und Grobwirtschaftswege ideal.

Fortsetzung wird am Datteln-Hamm-Kanal abwärts gehen, dann schräg rüber bis nach Cappenberg hoch. Ab dort via Norkirchen, Herbern langsam gen osten fahren. Die Auswahl an Strecken wird sich nicht von der ersten Etappe unterscheiden.

Auf dieser ersten Etappe fallen nicht wirklich echte Höhenmeter an, tendenziel geht es sogar in einigen netten Abschnitten gut bergab.

Passiert wird der Naturlehrpfad Altkörne ( Dortmund ) und das erste Etappenziel ist der Preußenhafen zu Lünen. Dort gibt es dann eine gute Einkehrmöglichkeit samt Verpflegung, wobei einkehren eher bedeutet, bei schön Wetter draußen sitzen. Gereicht wird die übliche Palette an Kalt- u. Heißgetränken, Kuchen, soweit ich weiß noch etwas Schnuckerkram und die ruhrpotttyppsichen Frittier- u. Bratgerichte. Es lebe die Currywurst-Pommes-Mayo !

Nach der Pause kann man sich dann die müden Beine entweder grob 20km One-way am Channel entlang wider gen Start strampeln, oder man gönnt sich die zwar deutlich längere und auch mit einigen Höhenmetern versehen 2. Etappe Great-Gravel. Dabei ist jene sowohl landschaftlich also auch fahrtechnisch durchaus reizvoll.

Ich werde alt #4

April 8, 2018

…hatte ich letzten Donnerstag doch meine Analyse für den Rehasport. Ja ich werde alt und da kann ich mir den Luxus gönnen. Im Grunde fand jetzt keine Analyse statt und on top, ich wurde nicht alleine analysiert. Das was ganz klar statt fand, war nur eine Einweisung in die unterschiedlichen Geräte. Was ich wie habe, was ich bisher gemacht habe oder mal einen Blick auf meine Gangmotorik geworfen…, leider Fehlanzeige !
Das ist dann das erste mal das herbARium sich einen Minuspunkt eingehandelt hat. Nein, wohl nicht richtig, aber wenn ich bedenke was für ein Hyp gemacht wurde, das man diesen Termin finden konnte. Gut, Termine für so Aktionen sind am Nachmittag wohl immer gut gebucht. Da tauchen ja kaum Vollzeitrenter auf, sondern all diejenigen die noch ein paar Arbeitsjährchen vor der Brust haben. Ergo werden jene bis in den Nachmittag hinein berufstätig sein, womit dann kaum Platz ist.

Ganz blöd finde ich jetzt aber, diese Analyse muß man selber bezahlen. Den Rehasport an Geräten auch, da finde ich das die fünfzehn Euro pro Monat gut angelegt sind. Die kostenlose Alternative bedeutet Gruppentraining. Soweit nichts dagegen, nur ist ein Gruppentraining ja meist zeitlich gebunden. Und ich bezweifle das ich da eine gewisse Regelmäßigkeit vom Job her gewährleisten kann. Außerdem hab ich auch keinen Bock, mich zu dem einen oder andere Termin abhetzen zu müssen. Sowas ist oft ein schlechter Start. Schlechter Start – komm ich gleich noch drauf zu sprechen, also wenn sich der Kreis schließt.

Ganz blöd, wobei angesichts der Tatsache das ich nicht der alleinige Analyse-Teilnehmer war dann, das ich die nicht erfolgte Analyse noch mit jemanden teilen mußte. Kritisch-stichelnd hinterfragt, wie verhält sich das dann mit den Kosten ? Erstmal Schwamm drüber…

So, jetzt zum Kreis schließen und der Zerrung. So rein vom Gefühl sowie Bewegungseinschränkung her und der Bildsuche ist es der Gracilis Muskel. Iss schon toll ws man heute so alles über das Internet machen kann.
Also eigentlich kenne ich so etwas wie Zerrungen aber Muskelkater nicht. Dafür bin ich wohl schon so lange mit dabei. Am Donnerstag wurde dann eben eine Einweisung gemacht und ich hatte im Grunde genommen das komplette Programm an Beinmuskeln gemacht.

Hier mein nächster Ansatzpunkt. Natürlich kannte ich alles von damals. Sehr positiv ist, daß die dort stehenden Geräte bis auf´s feinste einstellbar sind. Quasi in jedem Winkel. Jetzt hat sich für mich herausgestellt, daß ich auf jeden Fall wider Kniebeugen und Wadenheben hier zu Hause machen werde. Was ich hier machen kann, mach ich hier. Dafür brauche ich nicht in so eine schöne warme Räumlichkeit. Bei dem Rest werd ich mal schauen.

Ich schätze aber auch mal, das ich mir gerade bei den Kniebeugen, die man ja im Sitzen macht, die Zerrung geholt habe. Ohnehin ist diese Übung für mich im Studio auf einem Gerät kritisch. Denn Kraft hab ich ja wohl ohne Ende in den Mauken. War gar kein Problem die 97 Kilo in zwanzig Wiederholungen wegzudrücken. Ganz ehrlich, ich hätte auch deutlich mehr geschafft. Konnte ich schon damals, da wir auch heute noch was von da sein. Damals war ich in hohen zweistelligen Bereich…

Aber durch mein Radfahren wird das wohl auch so gut abgedeckt. Kritisch finde ich, wenn man diese Übung so isoliert und dann ich im sitzen macht, das alle weiteren an sich beteiligten Muskelgruppen durch die Sitzhaltung ausgenommen werden, zumindest aber teilweise ausgeblendet. Muskuläre Disbalancen wäre hier ein Stichwort. Dinge die ich nicht gebrauchen kann. Ja und das ohne diese Analyse…
…eigentlich hatte ich mich darauf gefreut. Stellte das doch für mich eine Chance da noch eine Fehlerquelle zu finden. Aber nun gut.

Ich werde alt #3

März 22, 2018

#Alter: also nun doch, ich liege ja so gerade auf dem Rücken rum, habe leider entsprechend Zeit, kann also mal die Zeilen aus meinem Radforum-Beitrag aufnehmen und entsprechend auffüllen und ordnen. So als Basis. Eigentlich hatte ich das schon länger im Kopp, war mir dann aber doch zu mühselig und auch irgendwie zu frustrierend.

Kurzer Abriss von dem was bisher so gewesen ist: also, nachdem ich die Physiotherapie verschrieben bekommen habe und da auch immer fleißig hin bin, hat das schon gut gewirkt. Da werd ich doch mal wider ein gutes Lob für herbARium, zumindest für meinen Physiotherapeuten los. Inzwischen meine ich sogar mir den Namen merken zu können. Er ist Syrer, hat also eine, zumindest für die hiesigen Breitengrade, ungewöhnlichen Namen. Und Namen kann ich mir sowieso *Ironiemodus an* so gut merken.

Er hatte die Sache gut im Griff, in den ersten zwei, drei Einheiten wurde erst locker gemacht. Dabei hatte er manuell die betroffenen Faszien ausgestrichen. Vorab könnte ich mit Faszien und deren Zuarbeiten nix anfangen, beziehungsweise hatte das bei mir nie die Wirkung gezeigt. Wobei man aber auch sagen muß, bis dahin wurde die Faszien aber eher mit Hilfsmitteln bearbeitet. Ich denke da liegt auch ein Unterschied.

Dann hatte er mal meinen Gang, oder besser gesagt, was davon noch übrig war begutachtet. Ich also mal ein paar Schritte vor und wieder zurück. Dabei hat er dann festgestellt, das ich a. allerdings bekannter maßen O-Beine habe. Nicht viel aber… . B. hat er dann gesehen, daß die muskuläre Funktion sehr stark differenziert. Die inneren Adduktoren scheinen fast gar nix mehr zu machen, die Abduktoren auch nicht so richtig, während der Beinstrecker bestens in Schuss ist.

Kurz resümiert, der Beinstecker ist durch das Radfahren, das ja zur Zeit einzigen Möglichkeit war/ ist Strecke zu machen, zum einem besser trainiert, zum anderen kompensiert er die Schwächen der inneren Muskulatur ( Adduktoren/ Abduktoren ).
Natürlich ist das nur eine grobe und oberflächige Betrachtung, die aber durchaus ihre Richtigkeit hat, Denn…

…die Muskeln im ganzen Komplex die zum Gehen eigentlich nützlich sind, wurden in der letzten Zeit eher weniger bis unzureichend in Anspruch genommen. Und das ja schon seit letztes Jahr Januar. Sein erster Plan war dann, die innere Struktur durch eine gezielte Übung zu stärken und so die Sache zu stabilisieren. Dadurch sollte dann ein einigermaßen gutes gehen möglich sein. Gesagt, getan.

Die Übung: ab da war dann Programm warmmachen auf dem Crosstrainer, weil der mir am besten lag, nein…,

…Radfahren mache ich ja eh schon, Laufband – ja gerne, nur wenn’s denn bitte gehen würde, also blieb der Crosstrainer über. Danach dann auf diese Beinspreitz-Maschiene, wo man ja in den Fitnessstudios hauptsächlich nur die Mädels drauf sieht.
Hier war für mich angesagt, möglichst nur das linke Bein, wo es ja meisten zickte, jenes von maximal machbaren äußeren Winkel nach innen zu drücken. Bei steigendem Gewicht und vier Übungssätzen hört sich das leichter an als gesagt. Jetzt beweg aber nur mal ein Bein ! Das ist nicht nur im letzten Durchgang schwer.

Aber, es bringt was ! und zwar soviel, das ich schon am Tag darauf kurze Gehstrecken recht problemlos machen konnte. in den folgenden Tagen klappte das immer besser, ja ich kam richtig vorwärts. Schmerzfreies Schlafen und Gehen waren nun wieder normal. Soviel also dazu.

Die zweite Quell für: …Infos hatte ich im Internet gefunden und um genau zu sagen auf bekannten Videochannel. Liebscher & Bracht der da einen guten Batzen Videos/ Beispiel <klick> hat.

Doch warum glaube ich einem Video-Doc mehr als einem im realen Leben ? Natürlich bin ich skeptisch, das lässt sich bei mir nicht ausschalten. Und sind wir mal ehrlich, so richtig überzeugen, um es mal so zu sagen, konnten die bisherigen, im speziellen die Orthopäden, im echten Leben nicht. So what…

Nein, er geht die Sache nicht einfach nach einer Betrachtung nach einem Röntgenbild an, sondern sucht nach den echten Ursachen. Ein gewisses Verständnis von muskulären zusammenhängen, die ich auch durch meine bisherigen physiotherapeutischen Maßnahmen erfahren durfte, sind vorhanden. Warum es im Rücken zieht, Beschwerden, Fehlstellungen und somit Schmerzen verursacht, liegt nicht einzig alleine nur an einem Rückenmuskel ( beachte die Gehbetrachtungen des Physiotherapeuten bei mir ).

Gut seine These, das Arthrose heilbar ist, mag strittig sein. Kann ich aber bisher so als Nichtarzt nicht beurteilen. Das sich Gelenk“schmiere“ aber regenerieren könnte, wäre mal was ( er hat dazu auch ein Buch veröffentlicht. Es läge nun nahe dieses zu bestellen und zu lesen. Doch ist es ein Fachbuch auch für Nichtärzte ? ). Das aber durch gezieltes Training vieles besser werden kann, das hab ich ja schon erfahren.

Zu den weiteren Gedanken: mein Hausdoc, bei dem ich am Montag gleich war, kann nicht viel dazu sagen. Er kennt zwar meine Geschichte ist auch offen für Ansichten und reicht, dem Heilungsprozess förderlich dienend, gerne zu entsprechende Maßnahmen weiter. *LIKE* Da bin ich ja auch aktuell hin weil er der Mann des Vertrauens ist. Dort war ich, trotz angekündigter Wartezeit nach 10 Minuten drin. Samt einer AU sowie ein paar Drops auf dem Zettel ging es auch wieder schnell raus.

Ein Besuch beim Orthopäden wäre schon vom zeitlichen Aufwand her deutlich mehr gewesen, hätte aber auch fachlich nicht mehr gebracht. Qualität & Fachwissen hin oder her, er schaut in die Akte und auf Bild und gut iss. Zu dem „Thema“ hatte ich mich ja schon geäußert.

Das Kernproblem ist, daß im Grunde ein Physiotherapeut sich die Sache intensiever anschauen müsste und dann auch direkt was machen. Nur schon am direkt scheitert es ja, weil Termin in… . Das andere Thema ist eben das ja auch schon von mir erwähnte Zusammenspiel. Habe ich aber auch schon x-mal drüber geschrieben.

Beispiel: ich habe erst durch den Physiotherapeut erfahren, daß ich problemlos auch Rehasport Training bekomme. Warum hat mir das nicht gleich der Orthopäde gesagt ? So hätte ich im Anschluss zu der Physiotherapie gleich nahtlos in den nächsten Mobilitäts verbessernden Rehasport Block wandern können. Kennt er diese Maßnahmen nicht ? Will er davon nichts wissen ? Hat da wohlmöglich die Krankenkasse eine Hand drauf, weil es ja Kosten verursacht ? Oder hat man gar kein Interesse an einer Verbesserung, weil ja so alle ihre Daseinsberechtigung und somit das monatliche Gehalt absichern können ?

Weiter: doch zu diesen weiterführenden Maßnahmen wird, oh Wunder, erstmal eine Analyse gemacht ! Bedeutet, ich renne mit dem Mist jetzt seit letztes Jahr Januar durch die Gegend und ERST JETZT wird geschaut was wo mit der Motorik da nicht passt ???!!! ( Sehen wir mal von den Gangbeobachtungen des Physiotherapeuten ab. )

Ganz nebenbei, diese Analyse bezahlt der Patient. Sind 15 Okken und gut iss. Ist es mir wert. Wobei ich aber auch einwerfen muß, das ich den Rehasport an den Maschinen machen werde. Das hat aber auch wider den Hintergrund, das ein Rehasportkurs zu festen Zeiten statt findet.
Da stellt sich mir schon die Frage, bestimmt nicht erst ab 18:30 Uhr ? Kollidiert das mit der Arbeitszeit ? Dann müßte da ja auch noch ein Kursplatz frei sein ? Wie realistisch machbar ist das innerhalb kürzester Zeit ? Denn schon der Termin zu dieser Analyse war von dem bekannt werden hin bis zum Termin über drei Wochen. Drei Wochen in denen dann nix passiert ? Das ist nicht mein Ziel !

Und noch weiter: zu dem meinigem Training. Die Wochenend-Einheiten mache ich schon irre lange und sind eine Mischung aus the best of. Das ist mit Sicherheit gut, wird aber wohl nicht genug präventiv sein. Denn sonst käme der Fall ja nicht wieder. Das neuere Physio-Training ist im Grunde ein Warmup auf dem Crosstrainer und eine einzige Übung auf der Beinspreize.
Auch hier übrigens, das hat mir der Physiotherapeut quasi auf eigene Kappe gezeigt und gesagt mach mal. Und wieder übrigens, davor hat er sich meinen Gang genauer angeschaut.

Vorläufiges Resume: der Gesunderhaltung ist diese Gesamtbetrachtung der Erkrankung als auch auch einem Genesungsprozess alles weder zuträglich noch sinnvoll und geht in meinen Augen schon in die Richtung…

…unterlassene Hilfeleistung ! Oder ist man mit der Situation überfordert, daß ich nun daher komme und aktiv was machen will ? Kann natürlich auch sein. Bei den meisten zieht´s im Rücken, die gehen zum Orthopäden, lassen sich eine Spritze geben oder maximal noch Massagen verschreiben. Die reißen sie dann ab und gut ist. Danach passiert dann nix mehr. Ich bin da ja irgendwie anders gestrickt.

Ich mach mal wieder einen Cut bei dem Thema.

Seminar Bujutsu-Karate 23.08.2011

März 11, 2018

Ein kurzes Vorwort, da es Zeit auf meinem Tausendkilometer-Hauptblog etwas eng wird, war ich auf der Suche für jenen schonmal einen alten Blog so umzumodeln, das man dort weiter machen könnte. Dabei habe ich dann jenen Beitrag, was übrigens der einzige dort war gefunden, gut war ja nicht sonderlich schwer, ihn aber, auch der guten alten Zeiten wegen, hier herüber transferiert.

Also ich bin wieder gut in der Heimat angekommen und wollte zumindest ein zwei Sätze zu dem gelaufenen Seminar erzählen. Wer vorab einen kleinen Einblick in die Thematik nehmen will darf durch das öffnen dieses Adobe Acrobat Reader Dokuments machen.

Ganz kurz vorab, es war ein sehr schöner und die Sichtweise erweiterndes Seminar. Meine schlimmsten Befürchtungen bzgl. eines vom Wetter her heißen Wochendes wurden wohl vom Wettergott erhört und seicht abgewandelt. Das Thermometer vor Ort erreichte nur knapp die 26c°.

Der Lehrgang wurde, wie schon üblich bei Stephan Yamamoto mit einer guten Einheit Körperschule begonnen. Für den nichteingeweihten Leser, man mag sich eine Mischung aus Yoga und Gymnastik vorstellen, die alle Körpermotorischen Beweglichkeiften in sinnvoller Art und Weise „stützt“.
Da alle Übungen langsam ausgeführt werden, kommt man zunächst in die Vermutung man müsse nicht schwitzten. Da aber nicht nur einfache oberflächige Muskelgruppen angesprochen werden, wird schnell jedem klar, ohne Schweiß kein Preis. Doch um gleich wieder den Wind aus den Segeln zu nehmen, es geht nicht nach Turnvaterjahn, wo ja schon mal gerne der Schweiß in Strömen fließt.

Es werden hauptsächlich Skelettmuskulatur Gruppen angesprochen wo man bisher nicht mal ahnte das man sie besitzt und entspannende Momente sind ebenfalls vorhanden, gerade dann, wenn am Ende einer Übung in die jeweilige Körperzone hineingehorcht wird.
Eine weitere angenehme Sache bei dieser Körperschule ist, daß sie eben nicht nur die bisher kaum wahrgenommenen Muskelgruppen anspricht und so Fehlhaltungen vermeidet sonder auch die gesamte Beweglichkeit durch „Dehn & Lockerungsübungen“ erhöht. Mit einer Visualisierung seitens Stephan kann man viele Übungen auch mit geschlossenen Augen durchführen, was meiner Meinung nach noch die sensorische Wahrnehmung seiner eigenen Körpers deutlich erhöht, sowie ein Verständnis für die eigene Motorik.

Nach diesem ersten Teil wurde ganz klassisch eine Kata aus dem Shotokan Karate, die Heian Sandan/ dritte „Anfänger“Kata, den Leuten vermittelt, denen sie noch nicht geläufig war. Es waren ja nicht nur Karateka anwesend, sondern auch Leute aus dem Aikido, Iaido etc.. Nachdem groben erlernen des Ablaufs wurden einzelnen Sequenzen mit Partner in der Funktion geübt. Dabei wurden einfach Schlag und Blocktechniken erwähnt aber auch Hebel und Würfe geprobt.
Gerade das Üben mit einem Partner kann so jedem vermitteln wie es gehen kann und wozu eine Körperschule sinnvoll ist. Die ganzheitliche Mobilität und eine ebensolche Wahrnehmung erhöht die eigenen Lebensqualität, auch ohne sich gegen in kritischen Situationen gegen böse Buben erwehren zu müssen.
Einen artgerechte Mittagspause wurde in einer Sushibar – der Sushi-Factory – gleich um die Ecke gemacht. fand ich auch gar nicht ma schlecht, gerade nach dem ersten Kontakt mit diesen Speisenarten im Rahmen einer Weihnachtfeier, war ich gar nicht mal so begeistert. Dieser zweite Versuch war da schon erheblich angenehmer. Gut billiger ist nicht gewesen, aber deutlich besser. Die Vorgehensweise ist recht einfach, reingehen, hinsetzten, in die Karte schauen, wo alle Gerichte nach Preisen gestaffelt aufgeführt sind, wobei sich die Preise anhand der Tellerrandfarbe auf dem Fließband dann wieder ausmachen lassen. Getränke bestellt man traditionell andere frisch fertiggemachte Gerichte waren aber auch zu haben.

Die Zeit bis zum abendlichen Ende raste nur so dahin. Das Abendliche Futtern fand dann bei Italiener um die Ecke statt. Das war deutlich günstiger und der Aha Effekt mindestens genauso groß. Eine Lasagne sag ich Euch… .  Mit gut gefülltem Bauch und noch etwas Smalltalk, gings dann wieder auf die Matte, diesmal aber zum Nickerchen machen.

Die Nacht war ruhig und entspannend ein Frühstück beim Bäcker – wieder um die Ecke – lecker, so kann der Tag beginnen. Die sonntägliche Trainingseinheit begann wieder mit der Körperschule, diesemal aber mit abgewandelten bzw. neuen Übungen, die zu einem großen Teil auch den Eingang in die „Bodenarbeit“ ( Bodenkampf ) für die Karateübungen aus der schon angerissenen Heian Sandan Kata darstellte. Auch wenn am Sonntag nicht mehr alle Teilnehmer kommen konnten, die Stimmung war mehr als entspannend und gut. Müdigkeit vom Vortag oder ein Gähnen & Abgeschlafftheit vor Anstrengung blieben aus. Stets verfolgen alle mit wachsamen Augen die Erläuterungen und Demonstrationen der verschiedenen Übungabschnitte. Ja auch ich durfte dem Vergnügen fröhnen mal „durch den Wolf gedreht zu werden“, macht aber soweit nix, tut auch nicht weh, auch wenn bestimmt einige Neulinge denken würden ohha !

Das Ende wurde mit einem traditionellem Abgrüßen im Seiza, ein paar Gesprächen und herzlichen Verabschiedungen, natürlich aber auch einer schönen heißen Dusche eingeläutet.
Meine Rückfahrt war weitesgehend staufrei, leider nur weitesgehend. Zu Hause angekommen, Wäsche machen, Schlafsack lüften und eine große Pfanne Nudeln braten.

Schade, man müsste viel mehr Zeit haben.

Mein Resümee für mich: schade das es nicht mehr Menschen gibt, die diese Art der Bewegung für sich gewinnen wollen oder können. Das Zusammenspiel von Bewegungen, Motorik, Gesundheit und einer Chance einen Einblick in sein eigenes ich zu bekommen, macht immer wieder Spaß und ist interessant. Natürlich ist es auch immer wieder schön für mich auf diese Art und Weise so unterschiedliche Menschen zu treffen und dabei festzustellen, daß trotz oder auch gerade wegen der Unterschiede, ein „Zusammenspiel“ mühelos klappt.

Hier der Link zum Gast-dojo des Aikido-Zen Bremen e.V.

Winter Pokal Classic…

Dezember 15, 2017

…oder in Kurzform WPC. Hier also zukünftig eine Sammlung meiner Winter Pokal Classic Strecken. Also Strecken, Wege oder eben Ziele die ich schon seit Jahren im Rahmen der Winterpokal Saison fahre. Fest iss nix, grob die Strecke machen, bei den dann aufgeführten Zielen können die Wege schon variieren. Konkrete Reihenfolge wann was gefahren wird, gibt’s auch nicht. Die meisten Touren werden spontan, oft auch nach Wetterlage gefahren. Man muß es ja nicht übertreiben.
Gestartet wird, also in der Auflistung, mit der Channel Challenge, die wir nun schon zwei Jahre hintereinander gemacht haben. Jene ist mal auf einer fixen Idee von mir beruhend durchgezogen worden und dieses Jahr ( 2017 ) schon das zweite mal gefahren worden.

Ich werde alt #2/ Chronologie

Oktober 1, 2017

Es ist einfach mal gut den Kopp zu leeren und sich dabei Fakten aufzurufen die potentielle Lösungswege aufzeigen könnten. Vorab ein kleiner stichpunktartiger Abriss in Punkten:

  • 2015 Ostern zwei Wochen krank in mehr oder weniger Stufenbettlage wegen Rückenausfall/ der erste hier im Dorf  konsultierte „Facharzt“ wird zu rate gezogen. Da ich aber wegen einer gleichartigen Geschichte schonmal bei ihm war wird dies von mir erwähnt. Ursachenvorschung wird nicht betrieben
  • 2016 Frühsommer der nächste Rückenausfall eine Woche Auszeit. Dem Hinweis das ich seit meinem letzten Rückenaufall den Eindruck habe, das ich anders laufe geht der „Facharzt“ nicht nach, tut dies mit der Bemerkung ab: „das kann so nicht sein.
  • 2017 Januar/ Frühjahr ziehen im Knie nach einer Laufeinheit/ sechs Wochen Laufpause leichte Besserung dann Osterurlaub/ eher Verschlechterung
  • 2017 März Hausarztbesuch und Verschreibung zur Physiothearapie
  • …Physiothearapie einfühlsame Begutachtung mit dem Ergebniss massiver Verkürzungen im gesamten Hüft & Beinbereich
  • 2017 Juni Eigenmobilisierung durch diverse Physiotrainingseinheiten als auch gezielte Kraftmobilisierungsübungen als Ersatz für´s Lauftraining ( im kleinen Maßstab so möglich )
  • 2017 Juli ( nach dem Griechenland-Sommerurlaub ) erneutes Aufsuchens einer anderen vermeintlichen „Fachkraft“, auch auf dem Bereich der Osteopathie. Vermeintlich, denn außer einenem gigalogistischen Aufwand war das für mich ein Griff in´s Klo. Keine weiteren Kommentare dazu.
  • 2017 August ein weitere Orthopädenbesuch bestätigte die vom vorab diagnostizierendem Arzt, das die Hüftgelenke beide schlichtweg „auf“ sind. Links ist gar nix mehr, rechts noch etwas Spalt dort wo er sein sollte, Beckenschiefstand resultiertend
  • 2017 ende September drei Tage offizieller Rückenausfall, von Sonntag vormittag bis Dienstag nachmittag soweit alles gut…
  • 27.09.2017 …Rückfall im unteren Lendenwirbelbereich mit Problemen beim aufstehen aus dem Sitzen bzw. hinsetzten. Oberkörper bücken geht auch nur erschwert. Problemzone kann nicht genau erfasst werden, scheint aber muskulärer Natur zu sein.
  • 29.09.2017 …erste einfache Physioeinheiten scheinen die seichte Besserung den Tag über hinweg zu unterstützen
  • 30.09.2017: also die Sache sieht aktuell nicht nach einer deutlichen Besserung aus, was natürlich auch dazu führt das ich entsprechend etwas angenervt bin
  • 10.10.2017: Land in sicht, Lockerung um Problemzonenbereich, Mobilät den Tag über in Maßen machbar
  • 21.09.2018: seit gut dreieinhalb Wochen auf der Arbeit mit Barfußschuhen unterwegs gewesen. Laufen ging immer besser insofern das ich das schmerzfrei machen kann und sogar „längere“ Strecken.
    Leider gestern 20.09.2018 am Spätnachmittag eine erneute muskuläre Verhärtung, Folge Besuch beim Hausarzt und AU für 5 Tage.
  • 25.10.2018: diverse physiotherapeutische Maßnahmen brachten zu Tage, das eine Mobilisierung vor einer OP ratsam bis optimal wäre. Die Physiotherapeutin wird aber auf meine Nachfrage hin noch ein paar eigenmobilisierende Übungen sowie gezielte Kraftübungen über bisher nicht mehr genutzt Muskelgruppen ( grob innere Beinmuskeln ) aufstellen.

Die Sache ist einfach die…

  • in der letzten Woche über zeigten sich auch zumindest Andeutungen beim Radfahren. Beschwerden würde ich jetzt nicht sagen, aber es war schon nicht mehr so wie vorher
  • desweiteren mache ich mir natürlich schon Gedanken, ob mein bisheriges Modell dem Ganzen mittels gezielter Übungen die Stirn zu bieten, nicht doch frühzeitig kippt ? Was dann doch auf einen Wechsel der entsprechenden „Bauteile“ hinausführen würde. Woraus sich dann jene Punkte ergeben…
  • …wie läuft das überhaupt ab?
  • wie lange ?
  • erweitert, wenn getauscht wird/ wurde, ist eine reelle Besserung der gesamten Sachlage zu erwarten ? Eventuell sogar so gut, das an ein Laufen/ Walken zu denken wäre ? Mal so sehr optimistisch als Gedankenspiel.

Den Zeitpunkt für einen Wechsel finde ich jetzt aber sehr unpassend. Gut welcher Zeitpunkt wäre schon passend, kann man natürlich sagen.

Ich werde da also genauer im Auge behalten. So oder so. Wenn das bis Donnerstag, wo ich dann ein Zeitfenster hätte, nicht besser wird, könnte ich ja mal beim Onkel Doktor aufschlagen und mit ihm die aktuelle Sachlage besprechen, als auch eine potentielle.

( Dieser Teil des Artikel ist quasi eine Fortführung des „Ich werde alt…“ Artikel. )

Lezyne Gauge Drive HP mit Manometerschlauch

Juli 14, 2017

Vorwort: das erste mal das ich zu einem Test, der eigentlich nur die Schilderung eines kurzen Zeitraum umfasst, ein Vorwort schreibe.

Um es kurz zu machen, ich war noch nie von einem Produkt so enttäuscht ! Zumal es sich nicht um eine Baumarktprodukt für ein paar Eurofuffzig vom Wühltsch handelt, sondern um ein Werkstück mit einem Preis der schon beim Kauf wehtut. Ebenso werden die Produkte aus dem Hause Lezyne mit eintsprechendem Selbstbewusstsein angeprisen, schon fast so, als sei es pures Gold.

Produkt & Preis: die Lezyne Gauge Drive HP mit Manometerschlauch für 49,90 Euro wollte ich schon immer mal haben.

erworben am/ Test- bzw. Einsatzzeitraum: 02.06.2017 – landete nach wenigen Handhabungen am 12.07.2017 wieder beim Vertriebspartner auf der Ladentheke.

Positive Eigenschaften: das der Preis nicht von Ohne kommt, merkt man gleich beim in die Hand nehmen. Die Pumpe macht als Gesamtbaukörper einen tadellosen Eindruck. Nichts klappert, alles ist von spürbar gediegener Qulität und scheinbar durchdacht. Scheinbar…Doch die Funktionalität ? Testphase und erste Eindrücke – im wörtlichen Sinne.
Denn ordentlich schnell Druck macht sie. Auch wenn ich sagen muß, oberhalb der 6bar, wird´s mühseelig, iss halt so. Gut viel Druck drin hat halt auch die Eigenschaft viel Gegendruck überwinden zu müssen.

Negative Eigenschaften: gleich vier Dinge sind mir aufgefallen. Erstaunlich viel für ein Produkt in dieser Preislage.

Ding Nr. 1.: nimmt man mal das Bild Nr. 1. und Bild Nr. 7. zur Hilfe. Bei der Lezyne pumpt man mit dem Kopf, während man bei der Meqix Airlift HPL mit dem Druckkolben pumpt ! Jener ist natürlich deutlich größer und liegt damit wesentlich besser in der Hand.

Der eher kleine, wohl kaum für echte Männerhände gemachte ( und ich habe bei weitem keine Megpranken ) Lezyne-Pumpenkopf, kommt da schnell an sein haptisches Ende. Druckstellen hatte ich bei 7bar schon spührbar in der Hand. Da hat man auch mal schnell eine solide Blase rausgearbeitet, geschätzt.

Denn am Pumpenkopf ist ja auch der Manomterschlauch untergebracht. Jener ist wieder mit einer Gummikappe geschützt, wir erinnern uns. Eben diese Gummikappe drückt beim Pumpen natürlich auch noch in die Handinnenfläche. Es stellt mir außerdem noch die Frage, wie lange, oder eben wieviele Plattfüße übersteht diese Gummikappe, bevor sie durch Druckermüdung das Weite suchen wird ?

Ding Nr. 2.: das Manometerschauglas kann sich vom Sockel lösen und zwar genau dann, wenn man die Pumpe samt Adapter auf das Ventil schraubt, oder oberhalb der 6bar weiter pumpt. Das hatte ich dreimal !

Beim ersten mal dachte ich noch, kann doich nicht sein. Beim letzten Einsatz dann aber schaute ich genauer hin und ab 6bar fluppte das Schauglas seitlich weg.

Ob das jetzt nicht richtig montiert war oder sich tatsächlich durch ungeschicktes Schlauchaufschrauben lösen kann, ist eher unerheblich. In meinen Augen ist das keine äqutante Lösung, das es überhaupt passieren kann.

Ding Nr. 3.: schraubt man den Manometerschlauch nicht ganz penibel sauber auf den Pumpenkopf, kann er sich offensichtlich recht fix schiefziehen. Dachte ich.

Doch beim letzten Einsatz zeigte sich auch hier, zu hoher Druck kann den Manometerschlauch aus der Konterverschraubung lösen. Das brachte dann bei mir das Fass komplett zum überlaufen.
Bei der Rückgabe der Pumpe schaute sich der Verkäufer das mal an und meinte, das dort nur ein Kunststoffgewinde sei. Selbst geprüft habe ich das jetzt nicht, ist aber ebenfalls unerheblich.

Ding Nr. 4.: hat man den Pumpenschlauch bereits an der Pumpe montiert, muß man um den Adapter an´s Ventil zu schrauben, die gesamte Pumpe mit drauf drehen. Ich dachte ich steh im Wald, ganz ehrlich.

Da habe ich etliche Pannen mit einer 15 Euro Pumpe so routiniert abgehandelt und dort ist der Adapter vom eigentlichen Pumpenschlauch durch ein Drehgelenk entkoppelt. Bedeutet, man schraubt tatsächlich nur den Adapter drauf, währen der Rest scheißegal wo rumbaumeln kann. Scheißegal, nein doch nicht. Denn auf beiden Pumpen gibt es Angaben zu den Druckwerten in PSI und in bar. Hat man die für sich passende nicht im Blickfeld, ich arbeite da ganz gerne mit bar, hat man bei der Lezyne ein Problem.

Aus der anderen Sicht finde ich, das man da bei Lezyne entweder gepennt hat oder am falschen Ende gespart. Da sollten die Herren mal sowas von schleunigst Hand an legen.

Handhabung: ja etwas tricky um es mal so zu sagen, denn das Draufschrauben ist schon nicht ganz so easy und dann will man ja noch die Druckwerte gut im Auge behalten.

Verabreitung: diese Luftpumpe macht nicht nur einen hochwertigen Eindruck, rein von der Optik und Haptik her. Leider zeigte sich schon in meinem kuze zeitraum die oben bechriebenen Mängel.

Service des Herstellers: nicht in Anspruch genommen und ganz ehrlich, da kann ich auch drauf verzichten. Denn wer e snicht mal schafft eine so ansich simple Sache wie eine Luftpumpe zu konstruieren und dann auch zu fertigen…

Ganz kurzer eigener Bericht: diese Highendprodukt wollte ich schon immer mal haben, dennoch…

…ich sehe die Sache mal so. Gemäß dem Auftreten Lezyne hatte ich entsprechende Erwartungen. Aber eine Luftpumpe muß, und das ohne jegliche Einschränkungen unter allen Bedingungen funktionieren und dann auch im gebotenen Produktumfang.

Der Worstcase, das kollabieren der Pumpe bei nur 6bar, durch Schiefstellen des Manometerschlauch und durch das lösen des Manometer-Schauglases, ist auf der windgeschützten Terrasse zu Hause beim Tagelicht, milden Temperaturen und Trockenheit passiert.

Wenn ich mir jetzt vorstelle wo ich schon eine Pumpe im Einsatz hatte, nach schon gut 70km in den Knochen, im Winter, bei entsprechender Dunkelheit und Kälte und ohne Aussicht auf ein Nottaxi, dann hätte ich ganz schon blöd in die Röhre geschaut.

Ich sage jetzt nicht was ich mit einem Lezyne Entwickler gemacht hätte, wenn er denn dann dort gewesen wäre.

Bilder: ich mache mir mal die Mühe, auch weil es sich um eigentlich keine Nullachtfuffzehn Baumaktpumpe handelt.

Ein Bild zum Vergleich, im Kontext zu meiner bisherigen Meqix Airlift HPL Luftpumpe. Ein Größenunterschied ist klar und deutlich zu sehen. Übrigens auch im Portemonai, denn knapp 15 Euro zu annährend 50 Euro Ladenpreis, soewtas kauft man nicht so namenlos im Onlinehandel, hinterlassen schon ein schmerzhaftes Loch.

Der Manometerschlauch oder wenn eben ohne Manometer, der Pumpenschlauch verbirgt sich im Griff. Geschützt mit einer Gummikappe ist jener dort eingeschraubt. Versehentliches Rausrutschen dürfte so kaum möglich sein.

Lang genug ist es allemal, so wird man vernünftig am Rad arbeiten können. Einer der wichtigsten Aspekte schon vor dem Erwerb dieser Luftpumpe.

Der Pumpenschlauch, bei mir in Kombi mit Manometer, die Schlauch-Manometer-Kombi kann man auch separat erwerben, wird dann auf das Kopfende der Pumpe aufgeschraubt. Auch dort ist die Schraubverbindung mittels Gummikappe gegen Unrat geschützt.

Ein nochmaliger Anblick der Testkomkurenten. Vorteil für die Meqix Airlift HPL ist der zweifelsohne reichliche Einsatz, vor allem im Jahresanfang diesen Jahres. Ich berichtet ja bereits.

Erster vermeintlicher Knackpunkt, die Optik des Manometers. Klar“glas“ mit aufgedrucken Zahlen. Das stelle ich mir, gerade im Dunkel unter Scheinwerferlicht ganz ehrlich nicht als so vorteilhaft vor ( anders als beim Meqix Airlift HPL Vorgänger ). Aber zu diesem Test ist es dann nicht mehr gekommen.

Jetzt mal zwei Bilder von dem sich schief gezogenem Pumpenschlauch.

 

Also ganz ehrlich, ich konnte das so nicht glauben. Genauso hab eich sie dann auch dem Händler auf die Ladentheke gelegt.

Kaufempfehlung/ Preis Leistungsverhältniss: von mir gibt es nur zweieinhalb von fünf möglichen Sternen. Und die auch nur, weil die Pumpe als Werkstück einen sehr super Eindruck macht.

Schlusswort – erstmalig: und ganz ehrlich, ich habe da deutlich mehr erwartet.

Ich weiß ja nicht wie die da bei Lezyne ihre eigenen Produkte testen, aber der nicht entkopelte Adapter, der eher ungünstige Griff der Pumpe in Aktion, der sich schief ziehende Schlauch, das sich lösende Monometerschauglas, daß sind Dinge die eigentlich in der Preislage kein Ding sein dürften.