Lezyne Gauge Drive HP mit Manometerschlauch

Vorwort: das erste mal das ich zu einem Test, der eigentlich nur die Schilderung eines kurzen Zeitraum umfasst, ein Vorwort schreibe.

Um es kurz zu machen, ich war noch nie von einem Produkt so enttäuscht ! Zumal es sich nicht um eine Baumarktprodukt für ein paar Eurofuffzig vom Wühltsch handelt, sondern um ein Werkstück mit einem Preis der schon beim Kauf wehtut. Ebenso werden die Produkte aus dem Hause Lezyne mit eintsprechendem Selbstbewusstsein angeprisen, schon fast so, als sei es pures Gold.

Produkt & Preis: die Lezyne Gauge Drive HP mit Manometerschlauch für 49,90 Euro wollte ich schon immer mal haben.

erworben am/ Test- bzw. Einsatzzeitraum: 02.06.2017 – landete nach wenigen Handhabungen am 12.07.2017 wieder beim Vertriebspartner auf der Ladentheke.

Positive Eigenschaften: das der Preis nicht von Ohne kommt, merkt man gleich beim in die Hand nehmen. Die Pumpe macht als Gesamtbaukörper einen tadellosen Eindruck. Nichts klappert, alles ist von spürbar gediegener Qulität und scheinbar durchdacht. Scheinbar…Doch die Funktionalität ? Testphase und erste Eindrücke – im wörtlichen Sinne.
Denn ordentlich schnell Druck macht sie. Auch wenn ich sagen muß, oberhalb der 6bar, wird´s mühseelig, iss halt so. Gut viel Druck drin hat halt auch die Eigenschaft viel Gegendruck überwinden zu müssen.

Negative Eigenschaften: gleich vier Dinge sind mir aufgefallen. Erstaunlich viel für ein Produkt in dieser Preislage.

Ding Nr. 1.: nimmt man mal das Bild Nr. 1. und Bild Nr. 7. zur Hilfe. Bei der Lezyne pumpt man mit dem Kopf, während man bei der Meqix Airlift HPL mit dem Druckkolben pumpt ! Jener ist natürlich deutlich größer und liegt damit wesentlich besser in der Hand.

Der eher kleine, wohl kaum für echte Männerhände gemachte ( und ich habe bei weitem keine Megpranken ) Lezyne-Pumpenkopf, kommt da schnell an sein haptisches Ende. Druckstellen hatte ich bei 7bar schon spührbar in der Hand. Da hat man auch mal schnell eine solide Blase rausgearbeitet, geschätzt.

Denn am Pumpenkopf ist ja auch der Manomterschlauch untergebracht. Jener ist wieder mit einer Gummikappe geschützt, wir erinnern uns. Eben diese Gummikappe drückt beim Pumpen natürlich auch noch in die Handinnenfläche. Es stellt mir außerdem noch die Frage, wie lange, oder eben wieviele Plattfüße übersteht diese Gummikappe, bevor sie durch Druckermüdung das Weite suchen wird ?

Ding Nr. 2.: das Manometerschauglas kann sich vom Sockel lösen und zwar genau dann, wenn man die Pumpe samt Adapter auf das Ventil schraubt, oder oberhalb der 6bar weiter pumpt. Das hatte ich dreimal !

Beim ersten mal dachte ich noch, kann doich nicht sein. Beim letzten Einsatz dann aber schaute ich genauer hin und ab 6bar fluppte das Schauglas seitlich weg.

Ob das jetzt nicht richtig montiert war oder sich tatsächlich durch ungeschicktes Schlauchaufschrauben lösen kann, ist eher unerheblich. In meinen Augen ist das keine äqutante Lösung, das es überhaupt passieren kann.

Ding Nr. 3.: schraubt man den Manometerschlauch nicht ganz penibel sauber auf den Pumpenkopf, kann er sich offensichtlich recht fix schiefziehen. Dachte ich.

Doch beim letzten Einsatz zeigte sich auch hier, zu hoher Druck kann den Manometerschlauch aus der Konterverschraubung lösen. Das brachte dann bei mir das Fass komplett zum überlaufen.
Bei der Rückgabe der Pumpe schaute sich der Verkäufer das mal an und meinte, das dort nur ein Kunststoffgewinde sei. Selbst geprüft habe ich das jetzt nicht, ist aber ebenfalls unerheblich.

Ding Nr. 4.: hat man den Pumpenschlauch bereits an der Pumpe montiert, muß man um den Adapter an´s Ventil zu schrauben, die gesamte Pumpe mit drauf drehen. Ich dachte ich steh im Wald, ganz ehrlich.

Da habe ich etliche Pannen mit einer 15 Euro Pumpe so routiniert abgehandelt und dort ist der Adapter vom eigentlichen Pumpenschlauch durch ein Drehgelenk entkoppelt. Bedeutet, man schraubt tatsächlich nur den Adapter drauf, währen der Rest scheißegal wo rumbaumeln kann. Scheißegal, nein doch nicht. Denn auf beiden Pumpen gibt es Angaben zu den Druckwerten in PSI und in bar. Hat man die für sich passende nicht im Blickfeld, ich arbeite da ganz gerne mit bar, hat man bei der Lezyne ein Problem.

Aus der anderen Sicht finde ich, das man da bei Lezyne entweder gepennt hat oder am falschen Ende gespart. Da sollten die Herren mal sowas von schleunigst Hand an legen.

Handhabung: ja etwas tricky um es mal so zu sagen, denn das Draufschrauben ist schon nicht ganz so easy und dann will man ja noch die Druckwerte gut im Auge behalten.

Verabreitung: diese Luftpumpe macht nicht nur einen hochwertigen Eindruck, rein von der Optik und Haptik her. Leider zeigte sich schon in meinem kuze zeitraum die oben bechriebenen Mängel.

Service des Herstellers: nicht in Anspruch genommen und ganz ehrlich, da kann ich auch drauf verzichten. Denn wer e snicht mal schafft eine so ansich simple Sache wie eine Luftpumpe zu konstruieren und dann auch zu fertigen…

Ganz kurzer eigener Bericht: diese Highendprodukt wollte ich schon immer mal haben, dennoch…

…ich sehe die Sache mal so. Gemäß dem Auftreten Lezyne hatte ich entsprechende Erwartungen. Aber eine Luftpumpe muß, und das ohne jegliche Einschränkungen unter allen Bedingungen funktionieren und dann auch im gebotenen Produktumfang.

Der Worstcase, das kollabieren der Pumpe bei nur 6bar, durch Schiefstellen des Manometerschlauch und durch das lösen des Manometer-Schauglases, ist auf der windgeschützten Terrasse zu Hause beim Tagelicht, milden Temperaturen und Trockenheit passiert.

Wenn ich mir jetzt vorstelle wo ich schon eine Pumpe im Einsatz hatte, nach schon gut 70km in den Knochen, im Winter, bei entsprechender Dunkelheit und Kälte und ohne Aussicht auf ein Nottaxi, dann hätte ich ganz schon blöd in die Röhre geschaut.

Ich sage jetzt nicht was ich mit einem Lezyne Entwickler gemacht hätte, wenn er denn dann dort gewesen wäre.

Bilder: ich mache mir mal die Mühe, auch weil es sich um eigentlich keine Nullachtfuffzehn Baumaktpumpe handelt.

Ein Bild zum Vergleich, im Kontext zu meiner bisherigen Meqix Airlift HPL Luftpumpe. Ein Größenunterschied ist klar und deutlich zu sehen. Übrigens auch im Portemonai, denn knapp 15 Euro zu annährend 50 Euro Ladenpreis, soewtas kauft man nicht so namenlos im Onlinehandel, hinterlassen schon ein schmerzhaftes Loch.

Der Manometerschlauch oder wenn eben ohne Manometer, der Pumpenschlauch verbirgt sich im Griff. Geschützt mit einer Gummikappe ist jener dort eingeschraubt. Versehentliches Rausrutschen dürfte so kaum möglich sein.

Lang genug ist es allemal, so wird man vernünftig am Rad arbeiten können. Einer der wichtigsten Aspekte schon vor dem Erwerb dieser Luftpumpe.

Der Pumpenschlauch, bei mir in Kombi mit Manometer, die Schlauch-Manometer-Kombi kann man auch separat erwerben, wird dann auf das Kopfende der Pumpe aufgeschraubt. Auch dort ist die Schraubverbindung mittels Gummikappe gegen Unrat geschützt.

Ein nochmaliger Anblick der Testkomkurenten. Vorteil für die Meqix Airlift HPL ist der zweifelsohne reichliche Einsatz, vor allem im Jahresanfang diesen Jahres. Ich berichtet ja bereits.

Erster vermeintlicher Knackpunkt, die Optik des Manometers. Klar“glas“ mit aufgedrucken Zahlen. Das stelle ich mir, gerade im Dunkel unter Scheinwerferlicht ganz ehrlich nicht als so vorteilhaft vor ( anders als beim Meqix Airlift HPL Vorgänger ). Aber zu diesem Test ist es dann nicht mehr gekommen.

Jetzt mal zwei Bilder von dem sich schief gezogenem Pumpenschlauch.

 

Also ganz ehrlich, ich konnte das so nicht glauben. Genauso hab eich sie dann auch dem Händler auf die Ladentheke gelegt.

Kaufempfehlung/ Preis Leistungsverhältniss: von mir gibt es nur zweieinhalb von fünf möglichen Sternen. Und die auch nur, weil die Pumpe als Werkstück einen sehr super Eindruck macht.

Schlusswort – erstmalig: und ganz ehrlich, ich habe da deutlich mehr erwartet.

Ich weiß ja nicht wie die da bei Lezyne ihre eigenen Produkte testen, aber der nicht entkopelte Adapter, der eher ungünstige Griff der Pumpe in Aktion, der sich schief ziehende Schlauch, das sich lösende Monometerschauglas, daß sind Dinge die eigentlich in der Preislage kein Ding sein dürften.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: