Outdoorgeschichte/ 29.12.2018

Jo, es ist ma wider soweit, ich muß irgendwie einen neuen Räume schaffen um auch diesem Thema gerecht zu werden. Ich werde das also zunächst mal hier auf diesem Blog platzieren, weil ja auch Bilder einfließen werden. Bilder bedeuten aber Speichervolumen und jenes ist ja serienmäßig nur in 3GB vorhanden.

Auf meinem Tausendkilometer Hauptblog will ich aber, trotz kostenpflichtiger und somit auch mit mehr Bilderspeicher bestückter Backgroundtechnik, nicht all zu sehr ausreizen. Dort habe ich mich bisher schon damit befasst ein paar Gehversuche in Sachen Hängematte und Espressokochen abzuhandeln. Ist auch alles irgendwie unter der dortigen Rubrik Bike & Pack zu finden. Jetzt geht’s aber hier mit dem heutigen Tag los. Warum ?

 

Weil dies im grunde der erste Echteinsatz-Tag war !

 

Es fing zunächst noch recht harmlos an, das Wetter war noch nett, nicht zu kalt und kein Regen. Nur eine gute Brise wehte. Zum Glück hatte ich aber an der ersten Ampel bemerkt, daß ich das Feuerzeug vergessen hatte. Also bin ich nochmal schnell zurück.
In der Fitness-Garage angekommen trieb es mich dann dazu noch schnell die Regengarmaschen über zu stülpen. Warum auch immer ? Hat sich dann aber schon wenige hundert Meter später gelohnt. Der Wind zog mächtig an, kein gutes Zeichen wie der geneigte Draußenmensch weiß, die ersten Tropfen fielen.

Zunächst noch zaghaft, wobei der Gegenwind mehr das Ding war. Ich bog auf einen mir bekannten Trampelpfad ab und hatte so ein paar gute Meters passablen Windschutz. Doch irgendwann mußte ich da wider raus und dann drehte der Gott des Regens mal mächtig den Wasserhahn auf.
Ich hatte ab da nicht nur heftigsten Gegenwind, sondern auch Regen in jeder Form. Von sehr feinen Sprühnieselregen, über den normalen Nieselregen bis hin zu dem normalen Regen. Ob es jetzt auch den großtropfigen Regen gab, entzieht sich meinen aktuellen Kenntnisstand.

Und wie ich so via den Lippeauen kurbel, kam dann der Gedanke, ja man muß schon mächtig einen an der Waffel haben, bei dem Wetter erstmal ne´gute Dreiviertelstunde gegen den Wind zu strampeln, sich dabei noch das dank Vollfederung wippende Trekking-Cross-Fully, alias dem Volotec, anzutun und alles nur weil man Ein Bild im Kopf hat.
Aber die Kleidung hielt dicht. Lassen wir mal die Windstopperhandschuhe außen vor. Aber auch die sollten in genau diesem Zustand ihre Berechtigung haben.

Das Ziel ist vor Augen, das Setup für eine Espressokochaktion, auch potentiell eine heiße Brühe oder ähnliches, zu testen, kurbelte ich unbeirrt gen Westen. Ich hatte halt was im Kopf und wusste auch, bald hätte ich den meinen und liebsten Aussichtsturm vor mir.

Der mehrgeschossige Aussichtsturm, nahe dem Ökozenrum bei Rünthe, ist gut mit Holz verkleidet und hat im Untergeschoss ein Gehgitterboden. Da konnte also soweit nix wo anbrennen, falls dann doch was sein sollte. Durch de Holzverkleidung, die zwar Luftdurchlässig ist, aber doch schützt, war es fast windstill unten. Trocken sowieso, sehen wir mal von ein paar eher müden Tropfen ab.

Das Setup funktioniert soweit gut. Ich hatte mir zum anmachen das Feuerzeug ja noch gegriffen, vorab aber auch ein recht dünne und trockene Holzstäben, eher dicke Splitter in die Mobiltasche, die ich am Hüftgürtel habe, eingesteckt. Mit denen hab ich dann nach dem Aufbau die Flamme am Spiritusbrenner final entzündet. Wie das mit dem Feuerzeug direkt ist, wollte ich jetzt so nicht gleich draußen testen. Vom Fondue her weiß ich, bei Spiritus ist äußerste Vorsicht geboten.

Von den Windschutzblechen hatte ich nur zwei eingelegt. Auch die machten ihren Job recht gut. Auch wenn sie ja nicht so nötig waren. Etwas tricky finde ich nach wie vor, den Schraubverschluss vom Spiritusbrenner aufzuschrauben. Die Griffläche ist ja nicht so gigantisch, da hat man nicht so den Handhebel.

Bis die Flamme voll da war, dauerte es nicht sehr lange. So kalt war es ja draußen auch nicht, müßten so knapp an die 10c° gewesen sein. Nur der Regen machte das gefühlt deutlich kälter. Bis der Espresso durchbrodelte dauerte es nicht sehr lange. Hab da jetzt nicht auf die Uhr geschaut, aber so so aus dem Handgelenk würde ich sagen ab Minute fünf fängt es an und ein paar wenige Minuten später hatte ich das leckere Heißgetränk in der Tasse.

Der war übrigens der ganz kräftigen Natur, nix für Herzkranke, eher was zum reanimieren, mußte mir eine gute Portion Zucker einrühren. Und schon sind wir bei ein paar Einzelpunkten.

  • völlig bescheuert war, daß ich den große Schraubbehältniss vom Espresspulver ( steht rechts neben der Tasse auf dem Foto ) mitgenommen habe. Erst beim Handling selbst fiel mir ein, mach es doch einfach in einen Quick-Snap-Beutel ! Das hab ich dann nach der Rückankunft auch gleich gemacht. Werde mir da aber auch noch zwei kleinere Quick-Snap-Beutel besorgen.

 

  • ebenfalls nach der Rückankunft hab ich noch ein sauberes Bauwollhandtuch für Reinigungen mit in das Setup gelegt

 

  • unpraktisch aber machbar war das BW Essbesteck ( da muß ich nochmal ran ) zum Espresso abfüllen. Hab ihn dann einfach direkt aus der Dose in den Filter geschüttet

 

  • das trinken aus der Kunstofftasse ging zwar gut, war aber nicht stilecht. Ob es da doch eine kleine Edelstahltasse besser tun würde ? Oder doch ein, zwei kleine Keramiktassen organisieren ? Die kleinen Tassen sind in der Regel recht stabil, sollten also in einem Stück Stoff eingeschlagen nicht zu Bruch gehen.

 

  • der mitgeführte Wasservorrat war recht knapp. Die isolierte Bikepulle fasst nur 0,7l, was zum kochen des Espresso mit etwas grob ausspülen sowie wasserkühlen der heißen Gefäße so gerade reichte. Es verblieben grob drei Kräftige Schlücken in der Pulle

 

  • gut ist das Doppelsetup mit Spiritus und Holveragserbrenner. Falls dann doch kein Holz greifbar oder aber auch zu auffällig, wegen Rauch und „gefährlichen“ Flammen, schönen Gruß an etwaige Zuschauer für demnächst, wird einfach der Spiritusbrenner angemacht. Hier fragt sich der geneigte Bastler & Denker, warum bietet man das nicht gleich wo direkt in der Kombi an ???

 

  • das Feuer anmachen üben wir noch. Der Trick mit dem ollen Stinnes-Werbefeuerzeug klappt zwar, kann aber nicht der letzte Schluss sein. Lösung via Zündstahl oder ein irgendwie geeignetes Feuerzeug müßte man mal angehen. Zündstahl ist ja schnell bestellt. Beim Feuerzeug käme ja Sturmfeuerzeuge gut zum Zuge. Das Zippo was ich noch wo habe ist aber nicht dicht. Ungünstig mitgeführt kann da das Feuerzeugbenzin auslaufen. Eigentlich hatte ich noch von damals ein andere Sturmfeuerzeug. Wo das wohl steckt ? Müßte man mal gucken, generell.

 

  • anzünden generell, wo ich ja dünne und trockene Holzstäben, eher grobe-große Holzspäne mitgeführt habe, da kann auch noch was passieren. Birkenrinde hab ich die Tage wo gefunden, die muß aber erstmal trocknen, war klatschnass und wird auch nicht im frischen Zustand sein. Eine gerade umgestürzte Birke hatte ich bis jetzt noch nicht entdeckt. Die meinen Zündhölzer gehen nur auf kurze Flamme an, also via Feuerzeug. Hatte da einen Versuch gemacht, etwas Küchenpapier mit Kerzenwachs beträufelt an so einen Stab zu machen. Ging auch ganz passabel beim entzünden des Holzvergaser. Das könnte ich noch verfeinern. Und dann gleich mit ins Setup legen.

Ja das sind so die Punkte, die mir noch erweiternd zu der heutigen Aktion eingefallen sind. Insgesamt war die Nummer echt crasy, vor allem mit den starken Gegenwind gepaart mit dem Regen in wirklich jeder Form. Ich hätte gerne noch etwas mehr Zeit gehabt und wäre gerne noch eine Weile dort verblieben. Blöd war, ich hatte natürlich nix zum draufsitzen. Klar – vergessen. Überhaupt, was zum drauf sitzen täte dem Turm auch mal gut zu Gesichte stehen. Die Bank davor steht ja voll im Wetter. Solange das schön ist, kein Problem… .

Ach ja ich wollte dann noch einen Kumpel von mir zum Geburtstag gratulieren. Und natürlich war die Rückfahrt trocken und mit Rückenwind. Nur der Kumpel war nicht da. Schade, hab dann bei ihm hinten unterm Vordach gestanden und ihm aufs Band gesprochen.

Insgesamt juckt es jetzt für die nächste, dann aber entspanntere Aktion. Und womöglich bei besserem Wetter. Ach ja, der Lieblingsausichtsturm könnte auch für eine erste Übernachtung in der Hängematte herhalten. Praktischerweise sind die Holzverkleidungen nicht nur gut windschützend, sondern man könnte auch die….

 

Hammock Slackers, also die Hängematten-Abspannleinen durchführen ! Auf der heimischen Burgterrasse passten die auch, habe es heute schon ausgetestet. Das Bild mit der Hängematte im Wald ist natürlich nicht von heute, sondern von meiner ersten Hängematten Multi-Test-Runde II.

Ach ja, hier noch der Rundfahrt als Strecke and Strava <klick>.

Somit – bis demnächst !

 

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