Outdoorgeschichten – Lörmecke-Turm/ 23.04.2022

…um den gestrigen Samstag in einer angemessen Weise zu zweit aber auch in entspannt rum zu bekommen, wurde nach einem equatantem Ausflugsziel Ausschau gehalten. Mir fiel da spannt der Lörmecke-Turm ein.

Im letzten Jahr waren wir ja am Möhnesee-Turm und der Lörmecke-Turm war mir auch damals schon bekannt, wenngleich ich auch noch nie dort gewesen war. Interessant schien er mir aber auf jeden Fall, hab da ja wohl eine Faibel für Türme in der Natur.

Da wir, also die holde Burgdame und meiner-einer unterwegs sein wollten, wurde die motorisierte Blechkutsche gewählt. Auch wenn ich am Anfang jene noch mit ambitionierten 120km/h auf der BAB bewegte, das legte sich schnell.

Der erste Grund war, ich kenne die zu passierende Strecke und in weiten Teilen darf man da sowieso nicht schneller als 100km/h fahren.
Der andere Grund war, ist doch wunderbar wie wenig sich so eine Tanknadel bewegen kann.

Tatsächlich hätten wir ganz ohne Navi fahren können, denn der Parkplatz war bestens ausgeschildert.

Anhalten, sich kurz umschauen und dann los. Schon der erste Eindruck war, mächtig kahl der Wald.
Grundsätzlich noch den Begriff Wald zu nehmen, hat schon was. Denn eigentlich standen maximal größere Baumgruppen wo in der Landschaft. Das restliche Areal war aber ratze-fatz kahl und furztrocken.

Natürlich gab es diverse Gräser, Bodengewächse und auch ein paar Sträucher, aber alles über ein paar junge Setzlinge hinaus war nicht auf zu finden.

Der Hinweg selbst war aber kein großer Trick. Vom Parkplatz weg einfach gerade aus über die wellige Landschaft.
Ich muß ja wirklich sagen, so richtig klasse sah das dort nicht aus. Ich mag zwar Karglandschaften so wie auf Fuerteventura, aber hier in der BRD?

Und dann wird einem ja auch klar, dem Wald hier geht’s verdammt dreckig. Denn niemand wird diese gigantischen Waldflächen freiwillig abholzen. Wohin will man auch mit dem ganzen Holz?

Vor Jahren nach dem großen Sturm hatte man ja auch schon das Problem. Kann man halt erstmal nix dran machen…

Jedenfalls sind wir dann den doch teilweise etwas weniger feinfühligen Weg durch die Mondlandschaft gelatscht. Vorbei an ein paar mehr Holzstaplen und stets den sehr intensiven Wind von vorne.

(Tagesalbum <klick>)

Da nimmt man ein mal keine Mütze mit, hab sonst fast immer eine Kopfbedeckung auf der Murmel, da bläst es derart unangenehm…
Leider mußte ich meine Kapuze von der Jacke oft auch festhalten, sonst wäre diese letzte Rettung durch den Wind abgeflogen.

Auf dem Hinweg haben wir eine kurze Pause mit Ausblick, auch zwecks kleiner Stärkung gemacht.

Dann tauchte der Turm in der Ferne auf und mit jedem Schritt kam man näher. Mir war aber auch gleich klar, so richtig nice würde es weder auf dem Plateau sein wo der Turm stand, noch oben drauf.

Ich bin dann aber trotzdem hoch. Wenn man schon mal dort ist, dann kann man ja nicht kneifen.
Viel, beziehungsweise weit konnte man aber oben nicht sehen. Das Wetter war nicht ganz so klar.

Nach dem Ziel ging es dann auf eine kleinere Rückrunde. Hier hatte ich vorab eine kleine Kapelle am Wegesrand ausgemacht. Aber auch hier das gleiche Bild von der Landschaft. Wie sahen dich die Bilder bei Googlemaps aus? Leute die im lauschigen Wald auf der Bank neben der Kapelle saßen. Welches Jahrhundert war das?

Nun gut, die Kapelle war nett, gegenüber zwei passende und reale Bäume und ein paar Schritte weiter noch eine Wegschild was mein Interesse weckte.
Der schmale Trampelpfad sah schon lecker aus und wäre ich alleine gewesen…

Aber so ging es dann ab dort auf jenem Weg weiter, der auch bei Googlemaps noch zu Hause ausgemacht wurde.

Leider war dann aber ein letztes Stück von dem Weg futsch. Forstmaschinen und die Abholzaktion hatte von da nix von da gelassen.
Kurz vor der Sackgasse in der wir dann auch umdrehen mußten, gab es aber tatsächlich noch ein nettes Waldstück.

Etwas Bäume geht dann also noch.

Insgesamt fand ich diese Spazierrunde zwar schön und entspannend, wenngleich mir auch der geringe Baumbestand doch Sorgen machte. Mal zum Vergleich zwei Bilder entliehen von einer Arbeitskollegin die vor ein, zwei Jahren dort war.

Da konnte man noch von Wald sprechen, jetzt ist da bestenfalls noch eine Steppe, teilweise mit Baumgruppen in unterschiedlicher Dimension.

Gut, kann man nix dran machen. Wir sind dann noch auf dem Rückweg nach Neheim r(kenn ich ja von einer Jobrunde) ein. Dort gab es dann zunächst zwei Eis und einen Espresso für mich. Nach dieser wohltuenden Stärkung wurde ein kleiner Stadtbummel gemacht.
Dabei fiel dann das T-Shirt ab und eine Hose für im Haus. Der Schreiber in Kaufrausch. *lach*

Auf der Rückrunde der Fußgängerzone wurde dann noch eine Currywurst-Pommes-Mayo für einen schlappen Fünfer bei der Fleischerrei Sommer aufgenommen. Fand ich einen korrekten Kurs und so vom Fleischer…

Ja, hatte was und kann man für zukünftige Nahrungsmittelzufuhr im Auge behalten.

Überhaupt zukünftig. Einen ersten Ansatz mit dem Rad zum Möhnesee-Turm zu kommen, hatte ich ja schon gemacht. Hier komme ich nicht umher zu erwähnen, daß auch der Lörmecke-Turm mal so als Ziel angefacht war.
Doch mit der heutigen Inaugenscheinnahme verliert die Attraktivität doch arg ihren Reiz.

Für diese Mondlandschaft gute fünf Stunden Fahrzeit und 80 Kilometer one-way machen? Nun ja, wenn man wenigstens irgendwo gescheit über Nacht an einer brauchbaren Hütte oder im Wald abhängen könnte… .
Aber da war wieder das Problem. Wo kein Wald, da keine Bäume.

Alternativ könnte man ja gleich bis Winterberg hoch und dann die Ruhrtalradroute bis nach Duisburg fahren.
Bis Winterberg sind doch nur *hüstel* ungefähr 110km und die Ruhrtalradoute wird mit 240 Kilometern aufgerufen. Nur so eine kleine Spinnerei.

Nach dem mehr oder weniger erlebnisreichen Tag wieder auf der Burg angekommen konnte ich das Päckchen bei der Nachbarschaft einsammeln.

Ein paar Reifen, zwei Ketten zum wechseln und noch einen top Reifenheber. Das Motto-T-Shirt von der Shopping Tour hab ich für das Foto daneben gelegt. Passt doch. *blinzel*

Der heutige Sonntag wurde dann im Solebad Werne verbracht um den dortigen Saunabereich auf zu suchen. War auch ganz nett und entspannend, nur irgendwie war da heute deutlich mehr Betrieb, als beim letzten Besuch.

Die letzten Zeilen hab ich dann hier im Burggarten in der Cocoon Hängematte lümmelnd getippt. Der eigentliche Plan noch mal auf Humbert hoch zu fahren um dort zu gießen habe ich dann mit dem Blick auf die Wettervorhersage geknickt.
Soll es doch morgen in weiten Teilen des Vormittags 80% Regenwarscheinlichkeit haben. Passt mir gut.

Euch noch einen netten Tag und bleibt gesund!  😉

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